(ka) Derzeit greifen deutlich mehr Menschen in Deutschland auf staatliche Unterstützung beim Wohnen zurück. Zum Jahresende 2024/2025 erreichten die Wohngeldzahlen neue Rekorde: Rund 1,3 Millionen Haushalte bezogen Wohngeld, entsprechend etwa 3,2 Prozent aller privaten Haushalte – der Höchstwert seit Beginn der Erfassung. Die Ausgaben lagen dabei knapp unter bzw. bei 5 Milliarden Euro und markieren ebenfalls einen Rekord.

Für Bayern war der Anteil der Wohngeldhaushalte am geringsten, während Schleswig-Holstein am Jahresende 2025 die stärksten Zuwächse verzeichnete. Der Anteil der Wohngeldhaushalte insgesamt stieg gegenüber dem Vorjahr merklich an; der Anstieg war in Mecklenburg-Vorpommern mit 5,8 Prozent am höchsten – mehr als dreimal so hoch wie in Bayern (1,9 Prozent).

Der Hintergrund bleibt derselbe: Wohngeld soll einkommensschwachen Haushalten ermöglichen, sich angemessenen Wohnraum zu leisten. Die Höhe hängt vom Einkommen, von den tatsächlichen Wohnkosten und von der Größe des Haushalts ab. Ende 2025 waren Rentnerinnen und Rentner in vielen Fällen die Hauptverdienerinnen und -verdiener in den Wohngeldhaushalten: Etwa 682.000 Haushalte, also rund 51 Prozent, hatten eine ältere Person als Hauptverdiener, davon 85 Prozent (rund 581.000) alleinstehend. Kinder unter 25 Jahren wohnten in rund 39 Prozent der Wohngeldhaushalte (etwa 519.000).

Die Mehrheit der Empfängerinnen und Empfänger – rund 82 Prozent (etwa 1,1 Millionen Haushalte) – waren Haupteigentümerinnen und -eigentümer oder Mieterschaften, die den Zuschuss als Hauptlastsicht hatten. Weitere 10 Prozent lebten in Pflege- oder Heimeinrichtungen (etwa 132.000), und 7 Prozent bezogen Lasten- statt Mietzuschuss, correspondierend rund 91.000 Fällen. Die Zuwächse beim Anspruch ergeben sich aus der gesetzlich vorgeschriebenen regelmäßigen Anpassung an die allgemeine Entwicklung von Preisen und Mieten, wodurch der durchschnittliche monatliche Zuschuss pro Haushalt zum Jahresende 2025 um rund 3,1 Prozent auf 296 Euro stieg.

Quelle: Pressemitteilung / Statistisches Bundesamt (Destatis) – Florian Burg / Bild von AS Photography auf Pixabay