(ka) In der Bücherei herrscht nicht immer Ruhe – viel mehr darf man hier laut lachen, klatschen und auch mal grunzen. In der Gemeindebücherei Lenting ging das vor Kurzem ganz locker zu: Kinder der Kita St. Walburga waren zu einem interaktiven Vorlesetag eingeladen, bei dem Lesen wirklich mit allen Sinnen erfahrbar wurde.

Ehrenamtliche Helferinnen der Bücherei hatten rund um die Büchereileiterin Dorota Pisarska-Mayerle ein buntes Programm zusammengestellt. Gelesen wurde aus Büchern, bei denen man mitmachen konnte: Beim Werk „Spinne spielt Klavier“ machten die Kleinen eifrig die passenden Geräusche, sie fieberten mit dem Eisbären Flocke bei der Suche nach einem Freund mit und lauschten Klassikern wie „Lauras Stern“. Kreative Requisiten und liebevoll gestaltete Pappfiguren brachten die Geschichten im Raum zum Leben, und zwischendurch sorgten Blockflötenmelodien immer wieder für Zuwendung und Ruhe.

Brücken bauen – ganz ohne Berührungsängste

Die jungen Zuhörer waren voll dabei, beantworteten Fragen und brachten eigene Anekdoten über Haustiere ein. Genau das ist der Sinn der Kooperation: „Indem wir den Besuch spannend, unterhaltsam und altersgerecht gestalten, gute Laune verbreiten und nahbar bleiben, nehmen wir den Kindern die Angst vor dem Unbekannten“, erklärt Dorota Pisarska-Mayerle. „Sie dürfen sich hier wohlfühlen, Fragen stellen, sich frei bewegen und einfach sie selbst sein. Das schafft Vertrauen und baut Brücken zu Büchern, die hoffentlich bis ins Erwachsenenalter tragen.“

Sprachförderung im Alltag

Für die Kita St. Walburga, die von der katholischen Kita IN gGmbH getragen wird, ist der Ausflug mehr als nur ein schöner Vormittag – er gehört fest zur täglichen Pädagogik. „Wir kommen regelmäßig in die Bücherei und leihen dort gezielt Lesestoff aus, der den Kindern in der Einrichtung jederzeit zugänglich ist“, betont Kita-Leiterin Petra Haunschild.

Gerade im Bereich Integration macht das geschriebene und gesprochene Wort einen Unterschied: „Sprache gehört zu unserem Alltag dazu, weil viele Kinder eine andere Muttersprache oder Familiensprache haben. Wir begleiten die Kinder im täglichen Tun sprachlich – und Bücher sind der perfekte Anstoß dafür.“ Am Ende des Vormittags stand fest: Die Lust aufs eigene Lesen ist bei den Lentinger Walburga-Kindern definitiv geweckt.

Quelle: Pressemitteilung / Kath. Kita IN gGmbH