(ka) Im Mai beginnt die Paarungszeit der Igel, und die Männchen ziehen auf Brautschau durch die Gärten. Bei Dämmerung lässt sich der stachelige Besuch gelegentlich beobachten oder hören. Um mehr über Verhalten und Verbreitung zu erfahren, rufen Naturschutzverbände die Bevölkerung zur Mithilfe auf: Vom 15. bis 25. Mai sollen bundesweit Igel online gemeldet werden. Wer einen Garten hat, kann selbst etwas zum Schutz der Tiere beitragen.
„Findet man einen Igel im Garten oder am Straßenrand, kann eine einfache Online-Meldung einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten“, erklärt Angelika Nelson vom bayerischen Naturschutzverband LBV. Die Mitmachaktion wurde 2023 von LBV zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland, der Deutschen Wildtierstiftung und weiteren Partnern ins Leben gerufen.
Auch tote Igel gehören ins Blickfeld der Fachleute. Wer einen lebenden oder einen toten Igel sichtet, sollte laut LBV Datum und möglichst genaue Ortangaben melden. Im gleichen Zeitraum – Mai und September – können auch Maulwürfe gemeldet werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werten die Meldungen aus.
Der Igel gilt inzwischen als potenziell gefährdet, unter anderem wegen Straßenverkehrsopfern und Nahrungsengpässen. Wer helfen möchte, lasse im Mai den Rasenmäher im Schuppen stehen. Un gemähte Flächen bieten Lebensraum für Wildblumen, Kräuter und zahlreiche Insekten – davon profitieren Igel, Vögel und Fledermäuse. Mähroboter sollten abends oder nachts besser nicht unterwegs sein, weil sie für Igel eine ernsthafte Gefahr darstellen.
Igel – Melden – hier
Quelle: Pressemitteilung / LBV Hilpoltstein – Stefanie Bernhardt / Bildquelle: LBV Archiv – Geissler Andreas
