(ka) Das Wochenende hat dem Benzinpreis in Deutschland ein neues Allzeithoch beschert. Laut ADAC-Daten vom Montag lag der bundesweite Tagesdurchschnitt für Super E10 am Sonntag bei 2,273 Euro pro Liter – deutlich höher als der bisherige Höchststand von März 2022. Diesel kletterte ebenfalls weiter, am Sonntag bei rund 2,404 Euro pro Liter.

Der Anstieg hängt unter anderem mit hohen Rohölpreisen zusammen, die angesichts der sich weiter zuspitzenden Lage in der Golfregion erneut deutlich zulegten. Brent-Öl aus der Nordsee kostete Montagmorgen über 107 Dollar pro Fass, WTI aus den USA lag knapp unter 103 Dollar.

Ölförderung und Gaslieferungen bleiben knapp
Seit Februar dieses Jahres hat sich der weltweite Öl- und Gasmarkt infolge der Konflikte rund um Iran deutlich verknappt. Teheran greift regelmäßig US-Stützpunkte und Energiestrukturen in Golfstaaten an, die mit den USA verbündet sind. Hinzu kommt die Blockade der für Öl- und Gastransporte wichtigen Wasserstraße im Hormus.

Eine weitere brisante Route ist die Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer: Die von Iran unterstützten Huthi-Kämpfer im Jemen erklärten am Freitag, die Kontrolle über die Meerenge übernommen zu haben. Zudem zählte die Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien nach Drohnenangriffen der Huthis vorübergehend zu den betroffenen Wegen, was den Transport weiter belastet.

Quelle: Pressemitteilung / ADAC / Bild von Engin Akyurt auf Pixabay