(ka) Ein Krankenhausaufenthalt bringt immer Veränderungen in der gesundheitlichen Situation mit sich. Für ältere Menschen ist dieser Wechsel oft besonders belastend – sei es durch eine ungewohnte Umgebung, einen veränderten Tagesablauf oder das Fehlen vertrauter Bezugspersonen.
Um dem entgegenzuwirken, hat das AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg gemeinsam mit dem Hospizverein Neuburg-Schrobenhausen einen Besuchsdienst ins Leben gerufen. Darin engagieren sich ehrenamtliche Hospizhelfer, die geschult wurden und Patienten während ihres Aufenthalts unterstützen. „Durch stundenweise Besuche können wir Ängste und Unsicherheiten auf einer sehr persönlichen Ebene verringern“, erläutert Dr. Alexander Sturm, Neurologe und Oberarzt. Die Begleitung umfasst Gespräche, gemeinsames Vorlesen, Gesellschaftsspiele oder Spaziergänge auf dem Gelände – und bei Bedarf auch die Begleitung zu Untersuchungen.
Florian Kern, Direktor des Klinikums, bringt es auf den Punkt: „Wir wollen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten und schätzen das Engagement des Hospizvereins sehr.“ Gerade Menschen, die wenig Besuch erhalten, profitieren stark von dieser Initiative. Christina Wenninger vom Pflegebereich ergänzt, dass die persönliche Zuwendung den Patienten spürbar positive Impulse gibt und einen wesentlichen Beitrag zur Genesung leisten kann.
Anfragen für den Besuchsdienst laufen über die jeweilige Pflegefachperson auf der Station. So wird sichergestellt, dass die Unterstützung genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
