(ka) Am gestrigen Montagnachmittag (19.10.2026) ist eine Rentnerin in der Ingolstädter Friedrich-Ebert-Straße Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein Unbekannter hatte der 72-Jährigen telefonisch mitgeteilt, dass ihre Tochter einen schweren Unfall verursacht habe und zur Begleichung einer Geldstrafe eine sofortige Bargeldzahlung notwendig sei. Die besorgte Seniorin ließ sich auf die Forderung ein und übergab in mehreren Briefumschlägen verteilt insgesamt 20.000 Euro an einen ihr unbekannten Geldabholer. Als sie den Betrug erkannte, erstattete sie zusammen mit ihrer Tochter Anzeige bei der Polizei.

Die Seniorin beschreibt den Abholer wie folgt: Männlich, circa 1,75 Meter groß, kräftig, etwa 40 Jahre alt, osteuropäisches Erscheinungsbild. Er trug bei der Geldübergabe eine Jeans, weiße Sneaker und eine dunkelblaue Sportjacke.

Hinweise an die Kriminalpolizei richten Zeugen unter der Telefonnummer (0841) 93430.

 

Die Kriminalpolizei Ingolstadt rät in diesem Zusammenhang:

  • Wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen und nicht sicher sind, wer Sie anruft, beenden Sie das Telefonat.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an. Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die 110, aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste.
  • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an.
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei.
  • Sprechen Sie auch mit Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter.
Quelle: PI Ingolstadt / Bild von kalhh auf Pixabay