(ka) Beim Laufen gleich Gutes tun für die Umwelt: Bei der diesjährigen Plogging-Aktion in Ingolstadt haben zwölf Läuferinnen und Läufer gemeinsam Müll gesammelt. Am Ende standen zwölf volle Säcke da. Säcke und Handschuhe gingen von den Ingolstädter Kommunalbetrieben (INKB) aus, die danach auch die Entsorgung übernahmen. Bürgermeister Christian De Lapuente verdeutlichte: Eine saubere Stadt entsteht nicht nur durch die Arbeit der Betriebe oder der Müllabfuhr – sie wächst auch durch Verantwortungsbewusstsein bei jedem Einzelnen. Die Plogging-Aktion zeige deutlich, dass jeder mitmachen kann. Zwölf Menschen, zwölf Säcke Müll – ein sichtbares Zeichen für gemeinsames Engagement und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.
Bewegung trifft Umweltschutz
Plogging vereint Sport, Gemeinschaft und Umweltbewusstsein. Während des Laufs sammeln Teilnehmende Müll entlang der Strecke. So gibt es zusätzliche Bewegung und zugleich einen direkten Nutzen für Natur und Stadt. Bianca Krauser, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit in Ingolstadt, erklärt: Plogging bringe Dinge zusammen, die für eine nachhaltige Stadtgesellschaft wichtig sind – Bewegung, Gesundheit, Naturerlebnis, Gemeinschaft und Umweltschutz. Die Wirkung sei sofort sichtbar, doch der Gedanke dahinter bleibe: Was mitgenommen wird, gehört auch wieder mit nach Hause. Jeder einzelne kann dazu beitragen, dass Stadt und Naturräume sauber bleiben.
Wenig Müll am Donauufer
Dieses Mal liefen die Teilnehmenden durch den Klenzepark und am renaturierten nördlichen Donauufer. Erfreulich wenig Müll in beiden Bereichen – besonders am Nordufer, wo keine Abfallbehälter stehen. Die Organisatoren bitten Besucherinnen und Besucher daher, ihren Müll wieder mitzunehmen.
Auch Passantinnen und Passanten reagierten positiv: Viele fragten nach dem Projekt oder bedankten sich bei den Helferinnen und Helfern für ihr Engagement.
Zeichen gegen Wegwerfmentalität
Beim Plogging tauchen immer wieder auch ungewöhnliche Fundstücke auf – von leeren Chipstüten über Getränkedosen bis hin zu Gegenständen, die man so nicht erwartet. Schon in früheren Jahren wurden Einkaufswagen oder sogar eine rostige Spülmaschine aus der Umwelt geholt. Damit wird ein klares Statement gegen Wegwerfen gesetzt und für verantwortungsvollen Umgang mit Abfall geworben. Unsachgemäße Entsorgung gelangt oft ins Wasser oder zersetzt sich zu Mikroplastik.
„Plogging verändert nicht die Welt – aber es verändert ein Stück unserer Stadt und hoffentlich auch die Einstellung“, sagt Dr. Joachim Wloka von der Audi Stiftung für Umwelt. „Wenn Menschen beim Laufen Müll sammeln, bekommen sie unmittelbar mit, wie viel Abfall einfach liegen gelassen wird. Gleichzeitig erleben sie, dass gemeinsames Engagement etwas bewirken kann. Genau diese Verbindung aus Bewegung, Umweltbewusstsein und Gemeinschaft macht den besonderen Charakter des Ploggings aus.“
Die Audi Stiftung für Umwelt organisiert seit 2019 von März bis Oktober monatliche Plogging-Aktionen auf wechselnden Strecken. In Ingolstadt unterstützen die INKB die Veranstaltung im Rahmen der Ramadama-Aktion. Die diesjährige World Cleanup Day-Aktion zeigt einmal mehr: Umwelt schützt sich am besten im Alltag. Oft reichen Laufschuhe, Handschuhe und ein Müllsack.
*Bildunterschrift: Bürgermeister Christian De Lapuente begrüßt die Plogging-Teilnehmer und dankt ihnen für ihren Beitrag zum Wohle der Umwelt. (Foto: Sabrina Wobker / Stadt Ingolstadt)
Quelle: Pressemitteilung / Stadt Ingolstadt
