(ka) Hernien, umgangssprachlich oft als Brüche bezeichnet, gehören zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen überhaupt. In Deutschland werden jährlich mehr als 350.000 Bruchoperationen durchgeführt. Um Patientinnen und Patienten sowie Interessierten einen verständlichen Einblick in moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu geben, lädt das Klinikum Ingolstadt am Samstag, 26. September 2026, von 9 bis 12 Uhr zur viszeralmedizinischen Matinée „Innere und äußere Brüche – die Blockbuster in der Chirurgie“ ein.
Leisten- und Nabelbrüche zählen zu den bekanntesten Formen von Hernien. Daneben gibt es zahlreiche weitere Bruchformen, etwa Narben- oder Zwerchfellhernien. Je nach Art, Größe und Beschwerden kann eine operative Behandlung sinnvoll sein, insbesondere um Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern. Da Hernien sich in der Regel nicht von selbst zurückbilden, ist eine individuelle ärztliche Beurteilung wichtig, um die passende Behandlung festzulegen.
Die moderne Hernienchirurgie hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Minimalinvasive Verfahren sind heute bei vielen Hernien eine etablierte Alternative zur offenen Operation. „Für jede Form eines Bruches gibt es verschiedene Operationsverfahren. Entscheidend ist, für jeden Patienten die individuell geeignete Vorgehensweise und chirurgische Technik zu wählen“, erklärt Dr. Markus Rentsch, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Klinikum Ingolstadt. Mit etwa 300 Eingriffen pro Jahr gehören Bruchoperationen zu den häufigsten Eingriffen der Klinik.
Im Rahmen der Matinée beantworten Expertinnen und Experten diese und weitere Fragen in kurzen, allgemein verständlichen Vorträgen und geben einen Überblick über den aktuellen Stand der Hernienchirurgie. Anhand von Fallbeispielen werden zudem Erfahrungen aus dem klinischen Alltag vorgestellt und diskutiert.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Zusammenarbeit der chirurgischen Kliniken in der Region Ingolstadt. Ziel ist es, vorhandene Kompetenzen zu bündeln und für eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten zu nutzen.
Besonderes Highlight: Besucherinnen und Besucher können an einem Simulator selbst minimalinvasive Operationstechniken ausprobieren und dabei unmittelbar erleben, wie moderne Eingriffe durchgeführt werden.
*Bildunterschrift: Dr. Markus Rentsch, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Klinikum Ingolstadt. (Foto: Klinkum Ingolstadt)
Quelle: Presseportal.de / Klinikum Ingolstadt
