(ka) Nachdem die Polizei in Neuburg am letzten Sonntag (28.06.2026) bereits einen getunten E-Scooter sichergestellt hatte, der bis zu 85 km/h schnell fuhr, zog sie nun den nächsten aus dem Verkehr: Ein 14-Jähriger war mit 60 km/h unterwegs. Bereits am Sonntag (28.06.2026) war die Neuburger Polizei auf einen deutlich zu schnellen E-Scooter hingewiesen worden. Als die Beamten dem Hinweis nachgingen und in Rennertshofen nach dem Fahrer suchten, staunten sie nicht schlecht: Mit 85 km/h lag der Fahrer deutlich über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Der E-Scooter wurde daraufhin sichergestellt.
Jetzt wenige Tage später kam es zu einem ähnlichen Vorfall auch in Neuburg. Am heutigen Dienstagfrüh (20.06.2026) stellten die Beamten der PI Neuburg in der Münchener Straße erneut einen erheblich zu schnell fahrenden E-Scooter sicher. Gegen 7.40 Uhr fiel einer Streife ein 14-Jähriger auf, der ebenfalls deutlich schneller als 20 km/h unterwegs war. Bei der anschließenden Kontrolle gab der Jugendliche offen zu, den E-Scooter manipuliert zu haben. Ein Test ergab rund 60 km/h. Daraus wurde der Scooter ein Kraftfahrzeug. Da der Jugendliche keine Fahrerlaubnis besitzt, muss er sich unter anderem wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten. Außerdem stellten die Beamten Auffälligkeiten beim Versicherungskennzeichen fest. Offenbar wollte der Jugendliche damit eine Identifizierung über das Kennzeichen erschweren. Gegen ihn wird auch wegen Kennzeichenmissbrauchs ermittelt.
Der Roller bleibt sichergestellt. Die Mutter des Jugendlichen, als Halterin des E-Scooters, muss sich ebenfalls strafrechtlich wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten.
