(ka) In Bayern meldet das Gesundheitsministerium 14 FSME-Fälle und mehr als 515 Borreliose-Fälle. Ministerin Gerlach empfiehlt FSME-Impfung und gründliche Zeckenkontrollen.
Im laufenden Jahr haben Zeckenbisse in Bayern schon mehr als 500 Menschen krank gemacht. Laut dem Gesundheitsministerium wurden bisher 14 FSME-Fälle (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und über 515 Borreliose-Fälle gemeldet – etwas weniger als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Damals waren es 570 Borreliose-Fälle und 21 FSME-Erkrankungen.
„Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen“, warnt Gesundheitsexpertin Judith Gerlach (CSU). „Deshalb ist beim Wandern durch Wiesen oder Wälder Vorsicht geboten. Wer sich in der Natur oder auch im eigenen Garten aufgehalten hat, sollte den Körper danach gründlich nach Zecken absuchen.“
Erst die zweite Impfung schützt
Die Ministerin empfiehlt, sich so früh wie möglich gegen FSME impfen zu lassen. Für vollständigen Schutz braucht es drei Impfungen innerhalb eines Jahres; erst nach der zweiten Impfung wirkt der Impfschutz. Die Impfquoten im Freistaat sind noch nicht zufriedenstellend: Nur rund 23 Prozent der Bevölkerung haben aktuell FSME-Schutz. Bei Kindern klappt es etwas besser.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die FSME-Impfung generell für alle, die in Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind. Auch für Urlauber in Bayern ist die Impfung sinnvoll.
Gegen Borreliose gibt es keine Impfung, erklärt Gerlach. „Sie lässt sich gut behandeln, wenn sie früh erkannt wird.“ Wer eine Zecke entdeckt, sollte sie zügig und behutsam entfernen. Kommen danach Beschwerden oder eine ringförmige Hautrötung hinzu, sollte man rasch ärztliche Hilfe suchen.
