(ka) Auch Jahrzehnte nach Kriegsende werden in Bayern noch fast täglich Blindgänger, Munition und andere Kampfmittel gefunden. Im vergangenen Jahr räumte der Kampfmittelräumdienst mehr als 100 Tonnen Bomben, Granaten und Co. ab – Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach von 13 Tonnen mehr als 2024. Die Entsorgung kostete den Staat knapp 1,9 Millionen Euro.

„Vor allem in den Gegenden, die damals Ziel von Bombardierungen waren, müssen wir auch künftig mit Funden rechnen“, erklärte Herrmann. Die Alliierten hatten im Krieg vor allem München, Nürnberg, Würzburg und Augsburg mit Industrieanlagen und Verkehrsknotenpunkten ins Visier genommen.

Wegen Zufallsfunden rät der Innenminister davon ab, Sprengkörper selbst zu entfernen. Auf keinen Fall anfassen – immer die Polizei informieren. Eltern sollten ihre Kinder nachdrücklich auf die Gefahren solcher Funde hinweisen.

Quelle: Pressemitteilung /  DieBayern.de News / Bild von Max auf Pixabay