(ka) Im letzten Jahr wurden im Landkreis Eichstätt 332 neue Ausbildungsverträge von der IHK für München und Oberbayern registriert. Das sind etwa 9,5 % weniger als im Jahr davor. Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen schließen jeden fünften Vertrag mit Leuten mit ausländischem Pass ab. Auszubildende aus dem Ausland sind also eine wichtige Stütze, um den Bedarf an Fachkräften in der Region zu decken.

Über 200 IHK-Ausbildungsbetriebe bilden ihren eigenen Nachwuchs aus. Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, sagt: In der aktuellen Arbeitsmarktsituation ist eine Berufsausbildung für junge Leute eine super Sache und schützt vor Arbeitslosigkeit. Er fügt hinzu: Über 200 Betriebe im Landkreis setzen weiterhin auf die Ausbildung eigener Leute. So können sie die Stellen besetzen, die frei werden, wenn die Babyboomer in Rente gehen. Gößl weist darauf hin, dass im Jahr 2025 laut einer Umfrage jeder zweite IHK-Ausbildungsbetrieb in Bayern nicht alle Ausbildungsplätze besetzen konnte. Oft gab es nicht genügend Bewerber oder sogar gar keine.

Der fehlende Abiturjahrgang 2025 hat sich nicht so stark ausgewirkt wie gedacht: Der Anteil der neuen Azubis mit Abitur ist im Landkreis leicht auf 14,2 % gesunken (Vorjahr: 14,7 %).

Bei den neuen Ausbildungsverträgen gab es 225 im kaufmännischen und 107 im technischen Bereich. Bei den Männern ist der Fachinformatiker am beliebtesten, bei den Frauen die Kauffrau für Büromanagement. Die Top 3 der IHK-Ausbildungsberufe im Landkreis sind Kaufleute für Büromanagement, Fachinformatiker und Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement.

Insgesamt kann man in über 200 verschiedenen IHK-Berufen eine Ausbildung machen. Aktuell bilden 211 IHK-Betriebe im Landkreis aus. Das sind rund 60 % aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung.

Quelle: Pressemitteilung / IHK für München und Oberbayern – Almut Burkhardt