(ka) Ob Hochwasser, Sturm oder Evakuierungen: Freiwillige leisten im Katastrophenfall wertvolle Hilfe – doch sie muss organisiert laufen. Aus Erfahrung weiß auch Michael Fröhlich von der Malteser Notfallvorsorge: Spontanhilfe ist wichtig, aber sie darf nicht chaotisch ablaufen. Gerade beim Hochwasser im Frühsommer 2024 behinderten parkende Autos von Spontanhelfern Rettungskräfte.

Deshalb hat der Landkreis Eichstätt den Malteser Hilfsdienst mit dem Aufbau einer Fachgruppe zur Koordination von Spontanhelfern beauftragt. Ziel: Eine Brücke schlagen zwischen professionellen Einsatzkräften und engagierten Bürgerinnen und Bürgern, damit Hilfe im Ernstfall sinnvoll und wirkungsvoll ist, so David Vogl, Leiter Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt.

Das Konzept wurde vor Ort vorgestellt – mit Landrat Alexander Anetsberger und Malteser-Diözesangeschäftsführer Christian Alberter. Der Malteser Hilfsdienst sucht jetzt ehrenamtliche Führungskräfte, Mitarbeitende im Einsatzstab und Helfer für die Koordinierungsstelle.

Für die Fachgruppe gibt es eine Schulung durch die Malteser: Einsatztaktik, Kommunikation im Einsatz, Konfliktmanagement und Stabsarbeit stehen auf dem Plan. Fröhlich: Die Schulung umfasst neun theoretische Unterrichtseinheiten plus praktische Übungen.

Im Katastrophenfall übernimmt die Fachgruppe Registrierung, Einweisung und Organisation der Spontanhelfer und dient als Schnittstelle zur Einsatzleitung. Vorerfahrung im Katastrophenschutz ist nicht nötig – es zählt das Engagement. Wer empathisch ist, gern im Team arbeitet und Verantwortung übernehmen möchte, ist willkommen.

Interessierte finden alle Infos, Ansprechpartner und ein Kontaktformular zur Fachgruppe Koordination von Spontanhelfern online unter www.malteser-eichstaett.de

Quelle: Pressemitteilung / Malteser Hilfsdienst e.V. Eichstätt / Foto