(ka) Das Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung in Kelheim hat hierzu bereits vor mehreren Jahren einen Katastrophenschutz-Sonderplan erarbeitet.
„Der Stromausfall in Berlin vor einigen Wochen wurde auch bei uns thematisiert. Mehrere Anfragen sind beim Landratsamt Kelheim eingegangen. Aus diesem Grund möchten wir die Bürgerinnen und Bürger jetzt informieren und ihnen zeigen: Wir sind für den Fall der Fälle vorbereitet“, so Landrat Martin Neumeyer.
Der Katastrophenschutz-Sonderplan ist ein Instrument, um einen flächendeckenden Stromausfall gezielt zu bewältigen. Das mehrseitige Geheft enthält unter anderem konkrete Handlungsanweisungen für Feuerwehren, einen Überblick über Strom- und Gasversorger und nennt Ansprechpartner. Zudem definiert der Sonderplan verschiedene Maßnahmen, die umzusetzen sind. In den Feuerwehrgerätehäusern im Landkreis sind sogenannte Leuchttürme vorgesehen. Diese stellen Anlaufpunkte für die Bürgerinnen und Bürger dar.
Die Koordination erfolgt zentral durch die Führungsgruppe Katastrophenschutz sowie die örtliche Einsatzleitung. Das Landratsamt Kelheim verfügt hierzu in Teilen über eine Notstromversorgung, um die Handlungsfähigkeit dieser Einheiten sicherzustellen.
„Unser Vorgehen hat eine solide Grundlage geschaffen, um im Falle eines Schadens dieser Art zeitnah Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Selbstverständlich hoffen wir, von einem flächendeckenden Stromausfall verschont zu bleiben“, so Nikolaus Höfler, Kreisbrandrat.
Bereits im Jahr 2022 hatte das Landratsamt Kelheim den Bürgerinnen und Bürgern einen Ratgeber für die Eigenvorsorge im Falle eines Stromausfalls über die Gemeinden zur Verfügung gestellt. In diesem Beitrag wird unter anderem erläutert, was ein Blackout ist und welche Auswirkungen ein Stromausfall haben kann.
Weiterhin haben Wasserversorger in den vergangenen Jahren vermehrt Stromaggregate beschafft, um im Falle eines Schadensfalls den Betrieb sicherzustellen.
