(ka) Insgesamt 140 Gesellschaften der Revo Hospitality Group haben einen Insolvenzantrag gestellt. Wie die Hotelgruppe am Freitag (16.01.2026) mitteilte, wird nun die Eigenverwaltung eingeleitet. Wie es für die Hotels und Mitarbeiter weitergeht, ist unklar.
Rund 140 Gesellschaften der Revo Hospitality Group haben beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind nach Unternehmensangaben auch die Verwaltungs- und Holdinggesellschaft. Der Betrieb der rund 125 Hotels in Deutschland und Österreich soll fortgeführt werden – einschließlich aller rund 5.500 Mitarbeiter in diesen beiden Ländern.
Zwei davon befinden sich in Ingolstadt. Dabei handelt es sich um das Intercity Hotel am Hauptbahnhof sowie das Vienna House Easy by Wyndham in der Bunsenstraße im Gewerbegebiet Manchinger Straße.
Die Verfahren werden von gerichtlich bestellten Sachwaltern überwacht, so das Unternehmen am Freitagvormittag. Bereits am Donnerstag waren die Turbulenzen bei der Revo Hospitality Group bekannt geworden. COO Jonathan Mills ist stillschweigend von der Revo-Homepage verschwunden, während sich negative Meldungen um das Unternehmen häufen. Nach den Enthüllungen in der ahgz berichtete das Portal „Hotel vor 9“ von nicht gezahlten Franchise-Gebühren bei Accor.
Die Revo Hospitality Group betreibt knapp 250 Hotels in 135 Städten in 12 europäischen Ländern – unter eigenen Marken sowie als Franchisenehmer für internationale Hotelketten. Zum Portfolio zählen Stadthotels sowie Apartments für Geschäftsreisende und Familien im niedrigen bis gehobenen Preissegment. Im Zuge der Wirtschaftskrise seien 140 Gesellschaften der Gruppe in Schwierigkeiten geraten. Als Belastungsfaktoren nennt das Unternehmen gestiegene Lohnkosten, eine „starke Anhebung der Mindestlöhne“ sowie höhere Ausgaben für Mieten, Energie und Lebensmittel.
Quelle: Pressemitteilung/dpa/Handelsblatt/
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