(ka) Die Stadtbücherei Ingolstadt liegt normalerweise in der Hand von Frauen, sie sind innerhalb der Beschäftigten überproportional stark vertreten. Aber: Der wichtigste Mann im Bücherbus ist der Bücherbusfahrer. Hier gibt es zum neuen Jahr 2026 einen Wechsel. Steven Kißlinger tritt die Nachfolge von Michael Amann an, der nach knapp 30 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Bei Leserinnen und Lesern sowie Kolleginnen und Kollegen ist Michael Amann für sein Engagement bekannt, er ist bis zum letzten Tag mit Herzblut dabei. Was für ihn die Arbeit im Bücherbus so besonders macht, ist der persönliche Kontakt zu den Lesern an den Haltestellen. Viele, die als Kinder schon da waren, kommen nun mit ihren eigenen Kindern. Man kennt sich. Mit Begeisterung kommt nun Steven Kißlinger an Bord des Bücherbusses, der nebenbei ehrenamtlich in einem Jugendtreff arbeitet.

Den Bücherbus gibt es bereits seit 1971, damals noch als Kreisfahrbücherei. 1979 wurde der Bücherbus Teil der Stadtbücherei Ingolstadt. Die Kernaufgabe des Bücherbusses hat sich über diese Jahrzehnte nicht geändert. Im Gegenteil ist die wohnortnahe Versorgung von Familien mit Kindern zum Zweck der Lese- und Sprachförderung dringender denn je. Der Bücherbus ist die mobile Zweigstelle der Stadtbücherei. Neben den Ingolstädter Wohngebieten werden die drei Gemeinden Ernsgaden, Eitensheim und Karlskron im Rahmen einer Zweckvereinbarung mit Umlagefinanzierung angefahren.

Der Zugang zu Medien ist wichtig für gleiche Chancen in Meinungsbildung, beruflicher Bildung und Leseförderung. Letzteres unterstützt der Bücherbus auch durch die Kooperation mit den Grundschulen Ringsee, Pestalozzi, Friedrichshofen, Unsernherrn und Christoph-Kolumbus, die regelmäßig angefahren werden. Mit genug Lesestoff trägt der Bücherbus aktiv zur Leserförderung bei, die im Grundschulalter essenziell ist und Grundlage für den weiteren Bildungsweg bildet.

An Bord des Bücherbusses sind etwa 4000 Medien. Für den Nachwuchs sind Bilderbücher, Kinder- und Jugendsachbücher, Kinder- und Jugendromane, Erstlesebücher, Comics, Hörspiele, Filme, Konsolenspiele und Tonies an Bord. Erwachsene finden im Bus unter anderem Romane, Sachbücher u.a. zu den Themen Kochen, Gesundheit, Freizeit, Reise, Familie, Zeitschriften, Filme und Hörbücher vor. Der Gesamtbestand des Bücherbusses liegt bei etwa 18.000 Medien.

Am stärksten genutzt wird der Bücherbus von Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter sowie Senioren. Für diese Gruppen ist die wohnortnahe Versorgung besonders wichtig.

Der Bücherbus fährt seine Haltestellen alle 14 Tage an. Die Grundschulen werden im 4-Wochen-Rhythmus bedient. Derzeit gibt es insgesamt 38 Haltestellen: 25 im Ingolstädter Stadtgebiet, 8 in Gemeinden und 6 an Grundschulen.

Nun kann die Fahrt des Bücherbusses im neuen Jahr 2026 fortgesetzt werden: Neuer Fahrer – neues Gesicht – gleicher Service!

*Bildunterschrift: Der langjährige Bücherbusfahrer Michael Amann geht in den Ruhestand. (Foto: Stadt Ingolstadt / Rössle)

Quelle – Pressemitteilung/ Stadt Ingolstadt

 

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