(ka) Die IG Metall Ingolstadt bittet die Bundestagsabgeordneten der Region, die deutlichen Signale der letzten Wochen ernst zu nehmen und daraus konkrete politische Schritte abzuleiten. Bundesweit haben sich über 350.000 Menschen an Aktionen und Demonstrationen beteiligt – für Industrie, Jobsicherheit und soziale Absicherung.
Für die Gewerkschaft ist die große Beteiligung ein deutliches Zeichen von Sorgen um den Industriestandort Deutschland, um sichere Arbeitsplätze und um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Menschen erwarten Antworten auf die Herausforderungen der industriellen Transformation sowie eine klare politische Offensive für Investitionen, Innovationen und sozialen Ausgleich.
Carlos Gil, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt, sagt dazu: „Über 350.000 Menschen haben in den letzten Tagen ein deutliches Signal gesendet. Beschäftigte, Familien und Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass die Politik jetzt handelt. Es geht um die Zukunft der Industrie, um gute Jobs und um die wirtschaftliche Perspektive ganzer Regionen.“ Die IG Metall fordert von Bundesregierung und Bundestag eine aktive Industriepolitik, die Investitionen anschiebt, Innovationen ermöglicht und Arbeitsplätze sichert. „Wer den Industriestandort Deutschland stärken will, darf nicht auf Sicht fahren. Zukunftstechnologien, Infrastruktur, Forschung und Qualifizierung brauchen klare Entscheidungen.“ Gute Arbeit und industrielle Wertschöpfung entstehen nicht zufällig, sondern durch konkrete politische Weichenstellungen.
Gleichzeitig kritisiert die Gewerkschaft die aktuellen Kürzungen im Sozialstaat. Solche Einschnitte widersprechen den Herausforderungen, vor denen viele Beschäftigte und Familien stehen. „Wenn Wandel gelingt, braucht es Sicherheit. Bürgerinnen und Bürger brauchen Verlässlichkeit und Perspektiven. Kürzungen im Sozialstaat senden das falsche Signal und erhöhen die Unsicherheit.“ Für die IG Metall gehören wirtschaftliche Stärke und soziale Sicherheit untrennbar zusammen. Die Menschen erwarten Investitionen statt Sparpolitik, sichere Arbeitsplätze statt Standortabbau und einen funktionsfähigen Sozialstaat statt weiterer Einschnitte. Wer Wandel erfolgreich gestalten will, muss Industriepolitik und soziale Sicherheit zusammen denken.
Die IG Metall Ingolstadt fordert die Bundestagsabgeordneten der Region auf, sich im Bundestag klar für den Erhalt industrieller Wertschöpfung, den Erhalt von Beschäftigung, Investitionen in Zukunftstechnologien und einen starken Sozialstaat einzusetzen. Die Transformation darf nicht auf dem Rücken von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, ihren Familien oder Rentnerinnen und Rentnern ausgetragen werden.
Zum Abschluss ein deutlicher Appell von Carlos Gil: „Die Menschen haben ihren Auftrag formuliert. Jetzt muss Politik liefern. Deutschland braucht eine Zukunftsstrategie für Industrie und Beschäftigung und einen Staat, der Sicherheit gibt statt Verunsicherung. Wer Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern will, muss jetzt handeln.“
Quelle: Pressemitteilung / IG Metall Ingolstadt / Foto-Jelsca Kollatsch
