(ka) Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat dem Sanierungsplan des Vorstands einstimmig zugestimmt. Das hat das Unternehmen am Donnerstag nach einer Präsidiumssitzung mitgeteilt. Europas größter Autobauer steht damit vor einem historischen Umbau. Die Zukunft des Audi-Werks Neckarsulm bleibt allerdings unklar.

Aus einem durchgesickerten internen Papier des Vorstands geht hervor, dass die Produktion im Audi-Werk Neckarsulm voraussichtlich Ende 2033 beendet wird. Zuerst hatte die WirtschaftsWoche darüber berichtet. Nach dem Beschluss des Aufsichtsrats gibt es in Europa derzeit eine Produktionsüberkapazität von rund 500.000 Fahrzeugen. Zudem sei für die Werke Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm zwischen 2031 und 2034 keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gesichert. Für diese Standorte sollen parallel und ergänzend alternative Nutzungsmöglichkeiten geprüft werden.

Konzernweit soll Volkswagen außerdem rund 50.000 weitere Stellen abbauen – inklusive Managementpositionen. Eine genaue Verteilung nach Marken und Standorten wurde bislang nicht genannt. VW will außerdem seine Modellpalette bis 2035 um etwa 50 Prozent und die Angebotsvielfalt um rund 75 Prozent reduzieren. Auch Beteiligungen sollen verschlankt und schlankere Führungsstrukturen mit schnelleren Entscheidungswegen geschaffen werden.

Quelle: Pressemitteilung / Südwestrundfunk /Bild von Jean Luc (Jarrick) auf Pixabay