(ka) Autoreparaturen sind deutlich teurer geworden. Laut Zahlen der Versicherer liegt der Durchschnittspreis für eine Autoreparatur in Deutschland heute rund 4.600 Euro – zehn Jahre zuvor waren es deutlich weniger. Hauptgrund: Ersatzteile und Werkstattkosten ziehen beide stärker an als die durchschnittliche Preisentwicklung. Das meldete der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Die Kosten der Autoreparaturen wachsen damit deutlich schneller als die allgemeine Inflationsrate: In den letzten zehn Jahren stiegen die Verbraucherpreise laut GDV um etwa 26 Prozent.

Für Autobesitzer mag das nervig klingen, doch für die Versicherer bedeutet es in der Summe hohe Zusatzausgaben. In der Kfz-Sparte werden die Unternehmen laut GDV in diesem Jahr knapp ins Minus rutschen. Die Zahlungen an Kunden für Autoreparaturen und ähnliche Leistungen sollen rund zehn Prozent auf 35 Milliarden Euro steigen. Die Schaden-Kosten-Quote – also das Verhältnis von Ausgaben an Kundinnen und Kunden plus Verwaltung zu den Einnahmen – dürfte bei voraussichtlich 99 Prozent liegen. Das bedeutet: Von 100 Euro Einnahmen bleiben gerade mal ein Euro übrig.

„Die stark gestiegenen Werkstatt- und Ersatzteilpreise treiben die Schadenaufwendungen weiter hoch, und die wachsen deutlich schneller als die Beitragseinnahmen“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

In den letzten drei Jahren haben die Kfz-Versicherer die Preise spürbar erhöht. Aber in diesem Jahr kosten Neuverträge laut Vermittlungsportal Verivox im günstigeren Marktsegment – besonders bei Online-Versicherungen – oft weniger als noch vor einem Jahr. Jedes Herbstsemester wechseln Millionen Autofahrer auf der Suche nach besseren Tarifen ihre Kfz-Versicherung.

Quelle: Pressemitteilung / Westdeutsche Zeitung / BR / Foto von Dextar Studio auf Unsplash