(ka) Am gestrigem Dienstag (23.06.2026), hat in Ingolstadt eine Rentnerin eine Betrugsmasche namens „Schockanruf“ erlebt. Die Kripo Ingolstadt ermittelt und bittet um Hinweise.
Zwischen 11:00 und 12:30 Uhr rief eine russischsprachige Frau an und meinte, die Tochter der 80-Jährigen zu sein. Sie behauptete, einen schweren Verkehrsunfall verursacht zu haben. Kurz darauf übergab der Anruf an eine weitere Person, ebenfalls russischsprachig, die sich als Polizist ausgab und Bargeld als Schadensersatz forderte.
Die Seniorin stieg in die Lüge ein und übergab später einen Karton mit 5.000 Euro an einen bislang unbekannten Abholer.
Hinweisgeberbeschreibung:
– männlich, ca. 170 cm groß, ca. 35 Jahre alt, kräftige Statur
– schwarze Haare
– Kleidung: schwarze Jacke, schwarze Hose, T-Shirt
Die Kriminalpolizei Ingolstadt bittet Zeugen, die im tatzeitraum im Bereich Albertus-Magnus-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter 0841/9343.0 zu melden.
Um nicht auch Opfer eines Betrugs zu werden:
- Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
- Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
- Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
- Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!
Quelle: PI Ingolstadt / Bild von kalhh auf Pixabay
