(ka) Die IG Metall kündigt Widerstand gegen den geplanten Stellenabbau bei der Volkswagen-Softwaretochter Cariad an und bedient sich klarer Warnsignale. Mit der Wortwahl des Managements lasse sich kein Blick in eine bessere Zukunft gewinnen, sondern eher das Gegenteil – ein Abwärtstrend, der an die Substanz geht, hieß es von Jan Otto, Bezirksleiter für Berlin-Brandenburg-Sachsen. Die Softwaretochter brauche eine neue technologische und organisatorische Ausrichtung, nicht eine langsame Abnutzung.

Ines Beeck, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin, betonte, dass bei Cariad keineswegs Kompetenz, Innovation oder Einsatzbereitschaft der Beschäftigten fehle. Es mangele vielmehr an einem Management, das diese Stärken in wirtschaftliche Resultate verwandeln könne.

Cariad hatte am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung angekündigt, weitere Stellen abzubauen. Nach Informationen der Gewerkschaft seien insgesamt rund 1600 der derzeit 4200 Stellen bundesweit betroffen. Zudem seien mehrere Tarifverträge mit Regelungen zu Arbeitszeit, Entgelten oder Urlaub gekündigt worden. Betriebsratschef Gerhard Retzer hob hervor, dass die Beschäftigungssicherung bis 2029 gelte und betonte, betriebsbedingte Kündigungen seien eine rote Linie.

Quelle: Pressemittung /  onvista media GmbH- Reuters- Christina ⁠Amann / Foto: 20181217_Streik_Fahne_Tarifrunde_050 – Foto-Jelsca Kollatsch