(ka) Auch zum Jahreswechsel kommen vom regionalen Arbeitsmarkt weiterhin keine positiven Nachrichten. „10.144 von Beschäftigungslosigkeit betroffene Personen bedeuten den höchsten Wert in einem Dezember seit 2005. Die Bremswirkung der konjunkturellen und strukturellen Schwäche hält weiter an, hat den deutlichen Abbau von Arbeitsplätzen zur Folge und verhindert Neueinstellungen. Eine nachhaltige Belebung ist aktuell nicht in Sicht“, fasst Johannes Kolb, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die jüngste Entwicklung zusammen.

Zum Jahresausklang waren im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen 291 Bürgerinnen und Bürger mehr arbeitslos gemeldet als noch im November. Das Anwachsen verteilt sich auf beide Rechtskreise: Arbeitslosenversicherung plus 199, Grundsicherung plus 92. Die insgesamt schwache Entwicklung verdeutlicht auch der Vorjahresvergleich. Im Dezember 2024 waren im gesamten Agenturbezirk noch 1.185 Personen weniger arbeitslos gemeldet.
Die Arbeitslosenquote pendelte sich im letzten Monat des Jahres bei 3,4 Prozent ein. Im Vormonat lag sie bei 3,3 Prozent, vor Jahresfrist bei 3,0 Prozent.
Insbesondere in der Personengruppe zwischen 15 und unter 25 Jahren stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Dezember 2024 stark an. „Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass bei Entlassungen häufig zuerst die Mitarbeitenden mit geringer Betriebszugehörigkeit freigesetzt werden. Aber auch die Langzeitarbeitslosigkeit ist um knapp ein Viertel höher als noch vor einem Jahr. Vermehrt müssen hier deutlich mehr Menschen als in der Vergangenheit von der Arbeitslosenversicherung in die Grundsicherung wechseln“, erklärt Johannes Kolb.

Stellensituation

Ein weiterer Indikator für die fehlende Dynamik ist der rückläufige Bestand an offenen Stellen. Zum Stichtag waren den Vermittlungsfachkräften der Agentur für Arbeit insgesamt 3961 vakante Arbeitsplätze zur Besetzung gemeldet, 302 weniger als ein Jahr zuvor.

Stadt Ingolstadt

Die Beschäftigungslosigkeit ist im Stadtgebiet Ingolstadt im Dezember gestiegen. 4010 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 85 Personen mehr (2 Prozent) als im November und 719 Personen bzw. 22 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,0 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.293 Personen (74 Personen mehr als im Vormonat und 632 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1717 Arbeitslose registriert (11 Personen mehr als im Vormonat und 87 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 43 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 940 Personen arbeitssuchend. Davon kamen 405 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 859 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 229 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 154 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (52 weniger als im Vormonat und 2 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1.332 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 109 (entspricht –3 Prozent) auf insgesamt 3.550. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 4.769 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 134 Personen weniger (–3 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Eichstätt

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Eichstätt im letzten Monat des Jahres 2025 gestiegen. 2.217 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 46 Personen mehr (2 Prozent) als im November und 225 Personen bzw. 11 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,8 Prozent und war identisch mit dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,6 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.238 Personen (12 Personen mehr als im Vormonat und 202 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 979 Arbeitslose registriert (34 Personen mehr als im Vormonat und 23 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 44 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 521 Personen arbeitssuchend. Davon kamen 216 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 474 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 167 eine Erwerbstätigkeit auf. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 100 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (15 weniger als im Vormonat und 55 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 814 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 2 (entspricht 0,1 Prozent) auf insgesamt 1.427. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.997 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 16 Personen mehr (1 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen zum Jahresabschluss gestiegen. 1.809 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 40 Personen mehr (2 Prozent) als im November und 78 Personen bzw. 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,1 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.059 Personen (56 Personen mehr als im Vormonat und 127 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 750 Arbeitslose registriert (16 Personen weniger als im Vormonat und 49 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 42 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 472 Personen arbeitssuchend. Davon kamen 219 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 428 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 114 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 137 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (22 weniger als im Vormonat, aber 41 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 777 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 129 (entspricht –9 Prozent) auf insgesamt 1.258. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.764 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 199 Personen weniger (–10 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm im Dezember gestiegen. 2.108 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 120 Personen mehr (6 Prozent) als im November und 163 Personen bzw. 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,7 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,5 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.289 Personen (57 Personen mehr als im Vormonat und 91 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 819 Arbeitslose registriert (63 Personen mehr als im Vormonat und 72 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 39 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 740 Personen arbeitssuchend. Davon kamen 298 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 621 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 172 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 188 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (50 mehr als im Vormonat und 47 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1.038 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 78 (entspricht 6 Prozent) auf insgesamt 1.315. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.708 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 71 Personen mehr (4 Prozent) als vor einem Jahr.

Quelle – Pressemitteilung / Agentur für Arbeit Ingolstadt – Peter Kundinger

 

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