(ka) Die Talfahrt am regionalen Arbeitsmarkt hält auch im neuen Jahr an: „Neben den bekannten strukturellen und konjunkturellen Problemen waren es im zu Ende gehenden Monat vor allem die winterlichen Witterungsverhältnisse, die für den zwar deutlichen, aber jahresüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit verantwortlich sind. Hier trifft es in erster Linie die von männlichen Arbeitskräften dominierten Außenberufe in der Land- und Forstwirtschaft, im Baubereich, im Garten- und Landschaftsbau und die davon abhängige Logistik“, fasst Astrid Kutz, stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die jüngste Entwicklung zusammen. Erstmals seit Februar 2007 überschreitet die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen wieder die 11 000er-Grenze. 11.139 Bürgerinnen und Bürger waren zum Stichtag im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt auf Beschäftigungssuche, 995 – davon 747 Männer – mehr als noch im Dezember. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,7 Prozent. Im Vormonat lag sie wie im Vorjahr bei 3,4 Prozent.

Stellensituation – Auch bei den offenen Stellen ist die Tendenz weiter rückläufig. Insgesamt 3620 freie Arbeitsplätze sind den Vermittlungsfachkräften der Agentur für Arbeit aktuell zur Besetzung gemeldet, 341 weniger als im Dezember, 508 weniger als vor Jahresfrist. Zurückhaltung auf Seiten der Arbeitgeber auch beim Angebot an neuen Beschäftigungsmöglichkeiten. 385 im Januar gemeldete Stellen bedeuten ein Minus von 194 gegenüber Dezember 2025. „Arbeitskräfte werden insbesondere im Handel und Verkauf, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handwerk und in der Logistik/Lagerei gesucht“, so Astrid Kutz.

Stadt Ingolstadt – Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Ingolstadt im Januar 2026 gestiegen. 4316 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 306 Personen mehr (8 Prozent) als im Dezember und 628 Personen bzw. 17 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,2 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,4 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.567 Personen (274 Personen mehr als im Vormonat und 657 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.749 Arbeitslose registriert (32 Personen mehr als im Vormonat, aber 29 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 41 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.108 Personen arbeitslos. Davon kamen 627 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 798 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 248 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 116 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (38 weniger als im Vormonat und 130 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1.019 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 87 (entspricht –2 Prozent) auf insgesamt 3.575.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 4.791 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 115 Personen weniger (–2 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Eichstätt – Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Eichstätt im Januar 2026 gestiegen. 2.406 Menschen waren in der Altmühlregion arbeitslos gemeldet, 189 Personen mehr (9 Prozent) als im Dezember und 303 Personen bzw. 14 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,1 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,7 Prozent. Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1395 Personen (157 Personen mehr als im Vormonat und 227 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.011 Arbeitslose registriert (32 Personen mehr als im Vormonat und 76 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 42 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 616 Personen arbeitslos. Davon kamen 368 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 424 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 133 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 62 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (38 weniger als im Vormonat und 31 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 807 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 10 (entspricht 1 Prozent) auf insgesamt 1.444. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 2015 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 6 Personen mehr (0,3 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Neuburg-Schrobenhausen – Die Arbeitslosigkeit ist Neuburg-Schrobenhausen im Januar 2026 gestiegen. 2.041 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 232 Personen mehr (13 Prozent) als im Dezember und 113 Personen bzw. 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,5 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,3 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.263 Personen (204 Personen mehr als im Vormonat und 137 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 778 Arbeitslose registriert (28 Personen mehr als im Vormonat, aber 24 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 38 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 622 Personen arbeitslos. Davon kamen 384 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 395 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 135 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 97 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (40 weniger als im Vormonat, aber 40 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 765 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 122 (entspricht –9 Prozent) auf insgesamt 1.261. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.778 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 180 Personen weniger (–9 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Pfaffenhofen – Die Arbeitslosigkeit ist Pfaffenhofen an der Ilm im Januar 2026 gestiegen. 2.376 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 268 Personen mehr (13 Prozent) als im Dezember und 86 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,9 Prozent. Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.537 Personen (248 Personen mehr als im Vormonat und 25 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 839 Arbeitslose registriert (20 Personen mehr als im Vormonat und 61 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 35 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 793 Personen arbeitslos. Davon kamen 485 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 519 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 165 eine Erwerbstätigkeit auf. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 110 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (78 weniger als im Vormonat, aber 9 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1.029 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 104 (entspricht 8 Prozent) auf insgesamt 1.370. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.781 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 109 Personen mehr (7 Prozent) als vor einem Jahr.

Quelle: Pressemitteilung /Agentur für Arbeit Ingolstadt – Peter Kundinger