(ka) Auf der zweiten Betriebsversammlung 2026 forderte der Betriebsrat die Unternehmensleitung dazu auf, die Audi Zukunftsvereinbarung konsequent umzusetzen. Vor rund 3.200 Beschäftigten ging es ihm auch um die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft des Standorts Neckarsulm.
In seiner Rede sprach Feigenspan die Unsicherheiten an, die in Teilen der Belegschaft spürbar sind. Als Gründe führte er fehlende konkrete Aussagen zur langfristigen Auslastung an, verbunden mit Berichten über einzelne Standorte im Volkswagen-Konzern. Den Vorstand rief er daher zu: „Wir brauchen Klarheit, Sicherheit und Verlässlichkeit – weil uns die Zukunft wichtig ist!“
Im Mittelpunkt stand die Audi Zukunftsvereinbarung, in der Unternehmen und Betriebsrat gemeinsam Maßnahmen zur Stärkung der deutschen Standorte festgelegt haben. Für die Mitarbeitenden sei es in der aktuellen Wirtschaftslage eine wichtige Botschaft, dass die Vereinbarung nach wie vor gilt. Mit ihr verbunden ist auch eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2033.
Handlungsfelder für eine stabile Zukunft
Feigenspan hob hervor, dass die Arbeitnehmerseite schon viele Punkte aus der Vereinbarung umgesetzt habe. „Wir wollen Zukunft mitgestalten“, so der Vertreter des Gesamtbetriebsrats. Als konkretes Beispiel am Standort Neckarsulm nannte er die Reduzierung der Fabrikkosten – da habe die Belegschaft einen wichtigen Beitrag geleistet. Für eine belastbare Perspektive sei nun entscheidend, dass das Unternehmen seine Zusagen einhalte. Ganz oben stehe eine langfristige Auslastung zur Sicherung von Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit. Außerdem seien gezielte Investitionen in Transformation, Qualifizierung, Technologien und neue Produkte nötig. Ein weiterer zentraler Baustein seien der Ausbau des Standorts zum Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz und Digitalisierung.
Steigende Herausforderungen erfordern entschlossenes gemeinsames Handeln
Arbeitsdirektor Xavier Ros würdigte die jüngsten Produktionsstarts als großen Erfolg des Standorts. „Der Audi RS 5 zeigt wieder, was im Neckarsulm-Team möglich ist. Über Standorte und Gewerke hinweg funktioniert die Zusammenarbeit – und das Ergebnis ist erstklassig“, betonte Ros. Der erfolgreiche Auftakt des Audi A6 allroad unterstrich zudem die Fähigkeit des Standorts, zentrale Modelle der A6-Familie zuverlässig zu fertigen.
Gleichzeitig ordnete Ros die aktuelle Geschäftsentwicklung ein und machte deutlich, dass sich die wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen seit der Vereinbarung im März 2025 deutlich verschärft haben. „Wir stehen stärker unter Druck als je zuvor. Märkte schrumpfen, neue Wettbewerber drängen nach vorne, unser bisheriges Modell reicht nicht mehr. Vieles ist geschafft, aber nachlegen ist Pflicht“, sagte Ros. „Nur gemeinsam lässt sich Audi wettbewerbsfähig aufstellen und Beschäftigung sichern.“
*Bildunterschrift: Rainer Feigenspan, Mitglied des Gesamtbetriebsrats, appellierte an die gemeinsame Verantwortung zur Umsetzung der Audi Zukunftsvereinbarung. (Foto: Bild-Nr: A263578 · Copyright: AUDI AG)
Quelle: Audi AG / Pressmitteilung – Christoph Fye-Sudendorf
