(ka) Der ADAC äußert Zweifel an der Preisgestaltung an den Tankstellen. Laut dem Automobilclub seien die Kraftstoffpreise an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen gestiegen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Handelsplätze am Wochenende geschlossen waren.
Die Preiserhöhung von Mittwoch auf Donnerstag lasse sich teilweise erklären, da der Rohölpreis an diesem Tag um etwa zehn Prozent gestiegen sei. Am Wochenende hingegen sei eine vergleichbare Entwicklung nicht möglich gewesen, da die Handelsplätze nicht geöffnet waren. Der ADAC vermutet deshalb, dass die Mineralölkonzerne die höheren Preise an den Tankstellen derzeit als eine Art Risikozuschlag verwenden.
Seit der Einführung der neuen Preisregelung hat der Dieselpreis laut ADAC täglich ein neues Rekordniveau erreicht. Am Karsamstag lag der durchschnittliche Literpreis für Diesel an deutschen Tankstellen bei 2,425 Euro und damit 3,4 Cent über dem Wert vom Karfreitag, so der ADAC am Sonntag. Das frühere Rekordhoch aus dem März 2022 wurde damit um etwa zehn Cent übertroffen. Auch der Preis für Super E10 stieg am Samstag auf 2,184 Euro pro Liter, was laut dem Automobilclub den höchsten Stand des laufenden Jahres darstellt. Bis zum historischen Höchststand vom 14. März fehlten nur noch knapp zwei Cent.
Quelle: Pressemitteilung / ADAC / deutschlandfunk.de/ Bild von Markus Spiske auf Pixabay
