(ka) Mit einem festlichen Nachmittag feierte das Kreiskrankenhaus Schrobenhausen das zehnjährige Bestehen seiner Abteilung für Akutgeriatrie. Zahlreiche Gäste aus Politik, Landkreis, Medizin und Pflege sowie langjährige Wegbegleiter waren der Einladung gefolgt.

Ein Sektempfang, musikalisch begleitet von Rita Brunner an der Violine und Andreas Wenger am Akkordeon, bildete den stimmungsvollen Auftakt, bevor das offizielle Programm begann.

Landrat Thomas Mack begrüßte die Gäste und würdigte die Akutgeriatrie als Gewinn für den gesamten Landkreis. Die Abteilung habe sich weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. Dank der altersmedizinischen Expertise vor Ort könnten ältere Menschen wohnortnah und auf hohem fachlichem Niveau versorgt werden. Die Geriatrie sei damit zu einem wichtigen Schwerpunkt des Krankenhauses und einem starken Standortfaktor für Schrobenhausen geworden.

Geschäftsführer Markus Poppler blickte auf die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre zurück. Aus den Anfängen sei ein fester Bestandteil des Klinikprofils gewachsen. Er dankte allen, die diesen Weg mitgestaltet haben, und betonte, dass die Altersmedizin angesichts des demografischen Wandels auch künftig eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung spielen werde. Anhand eines anschaulichen Fallbeispiels erläuterte er den Behandlungsweg eines geriatrischen Patienten im Kreiskrankenhaus und zeigte mögliche Anschlussperspektiven auf: von der Rehabilitation im GZN in Neuburg bis zur dauerhaften Versorgung im Kreisaltenheim Steingriff. Dr. Rebhan überbrachte für das Referat für Geriatrie des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention die Glückwünsche des Ministeriums. Sie unterstrich die Bedeutung einer spezialisierten Altersmedizin für den ländlichen Raum und lobte die enge Zusammenarbeit der Berufsgruppen in Schrobenhausen als Beispiel für eine moderne geriatrische Versorgung.

Schrobenhausens Erster Bürgermeister Harald Reisner gratulierte im Namen der Stadt. Das Krankenhaus sei ein wichtiger Anker für die Menschen vor Ort. Die Akutgeriatrie trage wesentlich dazu bei, Schrobenhausen als Gesundheitsstandort zu stärken. Wie deutlich der demografische Wandel auch in der Stadt spürbar sei, verdeutlichte er mit einer persönlichen Erfahrung: Allein in diesem Jahr habe er acht Bürgerinnen und Bürgern zum 100. Geburtstag gratulieren dürfen.

Der Ärztliche Direktor Dr. Martin Schreiber stellte die Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen des Hauses in den Mittelpunkt. Gerade ältere Menschen mit mehreren Erkrankungen profitierten von der engen Verzahnung der Disziplinen. Seine humorvollen Parallelen zum Fußball und zum Liverpooler Motto You’ll never walk alone sorgten für Schmunzeln im Publikum.

In seiner Festrede zeichnete Chefarzt Shahram Tabrizi die Entwicklung der Abteilung nach: vom Start mit zwei Ärzten und fünf Patienten bis zur heutigen Versorgung auf zwei Etagen bei einer Auslastung von über 100 Prozent. Zugleich richtete er den Blick auf die kommenden Jahre. Im Mittelpunkt der Geriatrie stehe stets der ganze Mensch. Ziel sei es, Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter zu erhalten oder wiederherzustellen.

Tabrizis besonderer Dank galt den langjährigen Wegbegleitern und den anderen Fachdisziplinen für die gute Zusammenarbeit. Besonders hob er Chefarztkollege Dr. Amir Hamed Shojaei und dessen Team der Unfallchirurgie und Orthopädie im zertifizierten Alterstraumazentrum hervor. Ebenso dankte er dem gesamten Team aus Medizin, Pflege, Therapie und Sozialdienst, das die Abteilung täglich mit Leben fülle. Für die Zukunft wolle die Akutgeriatrie ihr Angebot weiterentwickeln und die Versorgung älterer Menschen im Landkreis weiter stärken.

Dabei betonte Tabrizi den starken Rückhalt aus der Kommunalpolitik. Nach der ökumenischen Segnung wurde die Jubiläumstorte angeschnitten. Küchenchef Daniel Tittel hatte für den Anlass ein bayerisches Tapas–Buffet kreiert. In geselliger Runde und bei einer Führung über die Station nutzten viele Gäste die Gelegenheit, Glückwünsche zu überbringen, Erinnerungen auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Quelle: Pressemitteilung / Kreiskrankenhaus Schrobenhausen GmbH / Foto: Kreiskrankenhaus Schrobenhausen GmbH