(ka) Der aktuelle Bericht über den Kahlschlag bei Cariad passt ins Bild, das sich VW schon seit Monaten macht: Die Idee, eine eigene Software-Macht zu bauen, bleibt bloß ein Traum. Knapp 1.000 Stellen fallen weg, Milliarden werden gestrichen. Für mich bedeutet das das offizielle Eingeständnis einer Strategie, die längst gescheitert ist – gestartet als Befreiungsschlag gegen das Silicon Valley, doch nun verflogen.

Bei einer internen Betriebsversammlung hat die Führung der Software-Sparte das ganze Ausmaß der Restrukturierung offengelegt. Wie das Handelsblatt zuerst schrieb, sollen in den kommenden Monaten rund 1.000 Jobs gestrichen werden. Mit einer verbleibenden Belegschaft von etwa 4.300 trifft es damit fast jede vierte Stelle.

Ende 2023 waren noch rund 6.500 Mitarbeitende bei Cariad beschäftigt. Der Rückgang ist enorm. Das gab die Belegschaft gestern bei den vier großen Standorten Ingolstadt, Wolfsburg, Berlin und Stuttgart bekannt – Ingolstadt ist der größte Standort, daher könnten hier auch besonders viele Jobs auf dem Spiel stehen.

Da bei Cariad noch eine Beschäftigungsgarantie bis 2029 gilt, will die Geschäftsleitung nun mit dem Betriebsrat über den konkreten Abbau verhandeln.

Quelle: Pressemitteilung / Schmidtis Blog –