(ka) Es wurde gebetet, gesungen, gelobt, gelacht – und auch die eine oder andere Träne vergossen: Ende Oktober trat der langjährige Diözesanleiter Guy Graf von Moy in die zweite Reihe zurück. Gemeinsam mit Baron Franz von Redwitz ist er nun Stellvertreter der neuen Diözesanleiterin Stephanie Fischer-Stabauer. Zu ihrer Nachfolgerin als Diözesanoberin berief Generaloberin Clementine Perlitt Alexandra Grosche.

Für die Malteser im Bistum Eichstätt war dieser Wechsel ein Anlass, feierlich Danke zu sagen. Den Festgottesdienst in der Eichstätter Schutzengelkirche feierte Bischof Christian Würtz gemeinsam mit Pater Gerhard Lagleder und weiteren Zelebranten. Stellvertretend für alle Malteser dankte der Bischof dem scheidenden Diözesanleiter: Ohne ihn und seinen Einsatz wären Kirche und Gesellschaft um einiges ärmer. Der neuen Diözesanleiterin und der neuen Diözesanoberin wünschte er viel Freude an ihren neuen Aufgaben.

Anschließend bot der barocke Spiegelsaal der Eichstätter Residenz einen würdigen Rahmen für einen bewegenden Festakt. Diözesangeschäftsführer Christian Alberter begrüßte die zahlreichen Ehrengäste und dankte Graf Moy ebenso herzlich wie humorvoll für 14 Jahre herausragende Zusammenarbeit. Malteserpräsident Martin Schelleis, Bayerns Regionalleiter Antonio Graf Keglevich und der Präsident des Malteserordens, Ernst Freiherr von Freyberg, würdigten die stets wertschätzende Art, mit der Guy Graf von Moy sein Amt fast 25 Jahre lang ausgeübt hatte. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bezeichnete Moys Amtszeit als ein starkes Kapitel in der Geschichte des Malteser Hilfsdienstes. Zugleich betonte er, dass man im Freistaat Bayern sehr zu schätzen wisse, was die Malteser aus Nächstenliebe leisteten. Die Verleihung des Kommandeurskreuzes des Malteserordens an Graf Moy durch Baron Freyberg rundete den festlichen Nachmittag aufs Schönste ab.

Wir haben als Christen eine Mission

Auf den ersten Blick erscheint der Wechsel an der Spitze der Malteser im Bistum Eichstätt groß: Guy Graf von Moy, 72, übergibt sein Amt an Stephanie Fischer-Stabauer, 45. Im persönlichen Gespräch wird jedoch schnell deutlich, was beide verbindet und auch künftig prägend bleiben wird: eine tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben als Motivation für ihr Engagement in der katholischen Hilfsorganisation.

Graf Moy liegt besonders am Herzen, dass die Arbeit des Malteser Hilfsdienstes die unendlich anspruchsvollen Worte Christi in die Tat umsetzt: Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Stephanie Fischer-Stabauer stimmt ihm uneingeschränkt zu. Als Christen hätten sie eine Mission: Durch die Taufe seien sie ausgesandt, einander zu lieben. Die vielfältigen Aufgabenbereiche des Malteser Hilfsdienstes böten unzählige Möglichkeiten, diese Nächstenliebe zu leben.

*Bildunterschrift: Freuten sich über den gelungenen Stabwechsel: Christian Alberter, Baron Freyberg, Alexandra Grosche, Baron Redwitz, Joachim Herrmann, Graf Moy, Bischof Christian, Martin Schelleis, Stephanie Fischer-Stabauer, Clementine Perlitt und Graf Keglevich. (Foto: Katrin Straßer)

Quelle: Malteser Hilfsdienst e.V. / Pressemitteilung