(ka) Bundesverkehrsminister Schnieder von der CDU hat eine Kostensenkung beim Führerschein versprochen. Das führt zu weniger Anmeldungen in Fahrschulen. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Fahrlehrerverbänden zeigt, dass angehende Fahrschüler warten, bis die Preise sinken.
Fahrschulen haben bis zu 70 Prozent weniger Schüler. Man habe einen deutlichen „Schnieder-Effekt“, sagte der Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Nordrhein, Bartels. Vor allem in Großstädten melden sich weniger Leute an. Auf dem Land melden sich weniger Leute ab, weil sie mehr Autos haben. Auch in der Region 10 sind die Auswirkungen schon zu spüren. Der Landesverband der hessischen Fahrlehrer sagt, dass einige Fahrschulen jetzt weniger Mitarbeiter haben, die länger arbeiten, oder weniger Autos haben.
Eine Fahrschule kostet in Deutschland im Schnitt 3.400 Euro. Fahrlehrerverbände sagen, dass die Gründe dafür vor allem eine längere Ausbildungszeit, hohe Steuern und mehr Kosten sind.
Der Bundesverkehrsminister hatte im Oktober gesagt, dass er die Kosten senken will. Es ist geplant, Fahrsimulatoren einzusetzen und weniger verpflichtende Sonderfahrten durchzuführen.
Vor Weihnachten hatte Schneider angehenden Fahrschülern davon abgeraten, mit dem Führerscheinerwerb zu warten, in der Hoffnung auf sinkende Preise. Er hat zwar Eckpunkte für einen bezahlbaren Führerschein vorgelegt, aber selbst wenn alles glatt läuft, wird das Gesetz frühestens Anfang 2027 in Kraft treten. Er sagte den Funkmedien, dass man mit dem Führerschein nicht sofort Geld sparen kann.
