(ka) Der Automobilzulieferer Aumotive hat angekündigt, Stellen abzubauen. Auch das Werk in Ingolstadt ist von den Auswirkungen betroffen. Der Betriebsrat sieht diese Entwicklung mit Sorge. Für die Beschäftigten von Aumovio bedeutet dies eine signifikante Verschlechterung ihrer beruflichen Situation. Der Automobilzulieferer kündigte am Dienstag an, dass es zu einer umfangreichen Streichung von Stellen kommen wird.

Auch in Ingolstadt. Der Betriebsrat hat sich gegen die zunächst auf freiwilliger Basis geplante Maßnahme ausgesprochen. Der Gesamtbetriebsrat (GBR) hat die geplanten Einschnitte als „schlechten Schlag ins Kontor“ bezeichnet. Aumotive plant, weltweit bis zu 4000 Stellen einzusparen, davon 300 allein an bayerischen Standorten. Der Gesamtbetriebsrat Brozio teilte auf Anfrage mit, dass vor allem die Sparte Forschung und Entwicklung betroffen ist.

Das Werk in Lindau ist von den Auswirkungen in Bayern am stärksten betroffen. An diesem Standort sind 180 Stellen von der Streichung betroffen. In Regensburg sind bis zu 100 Stellen betroffen, in Ingolstadt 30. Weitere deutsche Standorte mit Stellenabbau sind Frankfurt am Main mit „bis zu rund 220 Stellen“, Markdorf (Bodenseekreis) mit „bis zu rund 130 Stellen“ sowie Ulm mit bis zu 275 Stellen.

„Die vom Arbeitgeber geplanten Einschnitte im Bereich Forschung und Entwicklung an mehreren Standorten sind für die Betriebsräte bei Aumovio inakzeptabel“, sagt Brozio. Eine Restrukturierung des Unternehmens ist nur dann sinnvoll, wenn Alternativen zum Personalabbau und insbesondere Innovationspotenziale ernsthaft geprüft werden.

Carmen Löffler, Betriebsratsvorsitzende bei Aumovio in Ingolstadt, betont, dass „blanker Personalabbau keine Lösung darstellt“. Die Mitarbeitenden seien bei der Verkündung der Maßnahme fassungslos gewesen. Nach Angaben des Unternehmens wird im dritten Jahr in Folge ein Abbau im Entwicklungsbereich verzeichnet.

„Es ist ein unzureichendes Vorgehen, die Problematik der Stellenreduktion als alleinige Lösung zu betrachten“, so Löffler. Sie betont, dass das Unternehmen auch andere Innovationsbereiche prüfen und dies nicht unbedingt in der Automobilindustrie stattfinden müsse.

Quelle: Pressemitteilung/Neuburger Rundschau/dpa/AUMOVIO/