(ka) Der Audi-Vorstandsvorsitzende Döllner hat die Kritik an seinem Auftritt auf einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Trump zurückgewiesen. In einer Mitteilung an die Beschäftigten hieß es, Produktionsvorstand Walker und er seien gebeten worden, die Investitionspläne vorzustellen. Döllner machte deutlich, im Interesse des Unternehmens gehandelt zu haben.
Gleichzeitig machte er klar, dass er ernstnimmt, dass der Rahmen der Ankündigung als politisches Signal verstanden worden ist. Man stehe zu den Werten des Unternehmens, trage aber auch Verantwortung für die wirtschaftliche Zukunft von Audi.
Die Kritik kam nicht nur aus Gewerkschaftskreisen: Cavallo, die Vorsitzende des VW-Konzernbetriebsrats, sagte, Döllner habe sich zur Marionette in Trumps Propaganda-Show machen lassen. Die IG-Metall-Vorsitzende Benner nannte das Verhalten unwürdig. Aus Niedersachsen meldete sich Ministerpräsident Lies von der SPD zu Wort und meinte, Wahlkampfveranstaltungen seien kein passender Ort, um Investitionen anzukündigen.
