(ka) Das Thema Suizid betrifft viele – Betroffene genauso wie Angehörige, Freunde, Nachbarn oder Kolleginnen und Kollegen. Um darauf aufmerksam zu machen, Hemmschwellen abzubauen und konkrete Hilfsangebote sichtbar zu machen, gibt es am Donnerstag, 17. September, in Ingolstadt eine gemeinsame Aktion zur Suizidprävention. Unter dem Titel „Suizide in Ingolstädter Raum sichtbar machen“ laden Fachleute von 11 bis 14 Uhr auf dem Rathausplatz zum Austausch ein. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

An Informationsständen stehen Expertinnen und Experten unterschiedlicher Einrichtungen für Gespräche bereit. Interessierte können sich über regionale Beratungs- und Unterstützungsangebote informieren und Fragen rund um psychische Gesundheit und Suizidprävention stellen. „Das Thema enttabuisieren, damit sich mehr Menschen rechtzeitig Hilfe holen.“ So lautet der Gedanke von Inge Braun, Inklusionsbeauftragte der Stadt Ingolstadt, die dazu beitragen möchte, dass Suizidgedanken und Krisen offen angesprochen werden können. Gerade im persönlichen Umfeld entsteht oft Unsicherheit und Hilflosigkeit: Wie bringe ich das Thema zur Sprache, wenn mir jemand Sorge macht? Wo finde ich Unterstützung? Und welche Hilfsangebote gibt es?

Kostenlose Vorträge
Ergänzend bietet die Aktion zwei kostenfreie Vorträge. Von 15:30 bis 17 Uhr spricht Julia Engel-Summerer vom Caritaszentrum Pfaffenhofen, Beratungsstelle für psychische Gesundheit, online zum Thema „Depression und Suizidalität im Alter“.

Die Teilnahme ist kostenlos über Microsoft Teams möglich. Microsoft Teams-Besprechung:
https://teams.microsoft.com/meet/33189550371900?p=uXtLZc6VnQZqO9hNTA
Besprechungs-ID: 331 895 503 719 00
Passcode: zM6TK3Ky

Von 18 bis 19:30 Uhr folgt im Klinikum Ingolstadt, Raum Oberbayern, der Präsenzvortrag „Die Geschichte der Psychotherapie: Von der Psychoanalyse bis zur Schematherapie“. Referent ist Sebastian Backe von den kbo-Donau-Altmühl-Kliniken Ingolstadt. Auch dieser Vortrag ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: https://kbo-dak.de/veranstaltungen.

Die Aktion wird getragen von den Krisendiensten Bayern, dem Steuerungsverbund psychische Gesundheit der Stadt Ingolstadt und der Landkreise Eichstätt, Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen, dem Bezirk Oberbayern sowie der Stadt Ingolstadt, Inklusionsbeauftragte, gemeinsam mit dem Arbeitskreis psychische Gesundheit des Inklusionsrates.

Gemeinsam geht es darum, Aufmerksamkeit für Suizidalität zu schaffen, bestehende Hilfsangebote bekannter zu machen und Menschen zu ermutigen, sich frühzeitig Unterstützung zu holen. Jeder Verlust durch Suizid ist einer zu viel.

*Bildunterschrift: Experten beraten auf dem Rathausplatz (Foto: Ulrich Rössle / Stadt Ingolstadt)

Quelle: Pressemitteilung / Stadt Ingolstadt