(ka) Der Diesel ist im Vergleich zur Vorwoche nochmal deutlich günstiger geworden: Laut aktueller ADAC-Auswertung kostet ein Liter jetzt im Durchschnitt 2,129 Euro, minus 15,7 Cent. Seit dem Allzeithoch vor etwa zwei Wochen (2,447 Euro) ist der Preis damit rund 31,8 Cent runter. Auch Super E10 hat im Wochenvergleich nachgegeben: Aktuell liegt der Liter bundesweit bei ca. 2,059 Euro – rund 4,8 Cent weniger.

Der Rohölpreis ist zwar mit rund 98 US-Dollar pro Barrel (Brent) höher als letzte Woche, bleibt aber ein zentraler Faktor. Aus Sicht des ADAC ist Benzin trotzdem noch zu teuer und müsste stärker fallen, als es in den letzten Tagen der Fall war. Vor gut einem Monat kostete Super E10 schon weniger, obwohl Ölpreis und Dollarkurs besser standen.

Ob der Start des Tankrabatts durch die Mai-Steuersenkung gleich voll durchschlägt, ist unsicher. Der ADAC rechnet damit, dass sich die Preise schrittweise um die Entlastung von 16,7 Cent pro Liter verringern. 2022 – als es schon mal so einen Rabatt gab – sanken die Preise nicht sofort komplett in Einklang mit der Steuersenkung. Ein Grund: Viele Tankstellen haben noch Diesel oder Benzin auf Lager, das zu den bisherigen, höheren Steuern eingekauft wurde. Umgekehrt erwartet der ADAC aber auch nicht, dass die Preise sofort wieder den vollen Steuersenkungsbetrag spiegeln – schließlich ist da noch Luft in den Lagern mit günstiger versteuerter Ware.

Seit Einführung des sogenannten Österreich-Modells lohnt es sich, zum Tanken kurz vor 12 Uhr mittags reinzufallen. Wer morgens tankt, kommt zwar oft unter dem Tagesdurchschnitt raus, zahlt dann aber meist einen höheren Preis als vor dem Modell.

Quelle: Pressemportal.de / ADAC Bayern / Foto von Marek Studzinski auf Unsplash