(ka) Die IHK für München und Oberbayern hat im vergangenen Jahr in Ingolstädter Ausbildungsbetrieben 855 neue Ausbildungsverträge registriert. Das liegt rund 4 Prozent unter dem Wert von 2024. Etwa 14 Prozent der abgeschlossenen Verträge stammen von Bewerberinnen und Bewerbern mit ausländischem Pass – verteilt auf Industrie, Handel und Dienstleistungen. Ausländische Azubis haben sich so zu einer tragenden Säule für den Fachkräfte-Nachwuchs in der heimischen Wirtschaft entwickelt.
Über 320 Ausbildungsbetriebe setzen weiter auf eigenen Fachkräftenachwuchs
In einem minister Arbeitsmarkt spürbar engeren Umfeld bleibt die Berufsausbildung eine vielversprechende Perspektive für Jugendliche und gilt als verlässliche Absicherung gegen Arbeitslosigkeit. Die IHK betont, dass die Wirtschaft in der Region stark ausbildungsorientiert bleibt: Über 320 Ingolstädter Betriebe investieren weiter konsequent in die Ausbildung eigener Fachkräfte. So lassen sich Lücken schließen, die durch den Übergang der Babyboomer in den Ruhestand entstehen. Gleichzeitig weist Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK, darauf hin, dass 2025 laut Umfrage jeder zweite Ausbildungsbetrieb in Bayern nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnte. Oft fehlten passende Bewerbungen; teils meldeten Betriebe nicht eine einzige Bewerbung.
Der Wegfall des Abiturjahrgangs 2025 hat die Bilanz weniger stark belastet als erwartet: Der Anteil neuer Azubis mit Allgemeiner Hochschulreife sank auf 10 Prozent (2023/2024: 13 Prozent).
Bei den neuen Ausbildungsverträgen lagen die Zahlen bei 448 in kaufmännischen und 407 in technischen Berufen. Bei den jungen Männern war Fertigungsmechaniker der beliebteste Ausbildungsberuf, bei den jungen Frauen Kauffrau für Büromanagement. Die Top-3-Ausbildungsberufe im Landkreis sind Fertigungsmechaniker, Mechatroniker und Fachinformatiker.
Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen junge Erwachsene eine Ausbildung starten können. In Ingolstadt bilden derzeit 321 IHK-Mitgliedsbetriebe aus – sie machen rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung aus.
