
(ka) Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein: Wer den ÖPNV nutzt, sollte ein gültiges Ticket besitzen. Der Verkehrsverbunds Großraum Ingolstadt (VGI) dankte kürzlich seinen ehrlichen Fahrgästen und verteilte an einem Aktionstag Schokoladenherzen an sie. Um sicherzustellen, dass die Fahrgäste fair unterwegs sind, führt der VGI weiterhin verstärkt Kontrollen durch und intensiviert sie punktuell.
„Wer ein gültiges Ticket nutzt, sorgt dafür, dass das System für alle funktioniert“, erläutert Dr. Robert Frank, VGI-Vorstand und Geschäftsführer der Stadtbus Ingolstadt. Er ergänzt: „Ticketkontrollen helfen dabei, fairen Nahverkehr für alle zu sichern.“ Denn die Einnahmen aus dem Ticketverkauf sind in finanziell schwierigen Zeiten wichtiger denn je.
Die Fahrscheinkontrollen werden weiterhin das gesamte Stadt- und Regionsnetz umfassen, bei der Stadtbus Ingolstadt sowie bei den privaten Verkehrsunternehmen. Die Kontrollen werden auch auf den Nachtlinien sowie am Wochenende durchgeführt.
Die Fahrgäste werden zudem gebeten, nach Möglichkeit im Bus vorne einzusteigen und den Fahrschein unaufgefordert dem Fahrpersonal vorzuzeigen. Dies gilt für alle Fahrscheine, ob in Papierform oder als Plastikkarte, aber auch für digitale Tickets auf dem Mobiltelefon. Beim Deutschlandticket ist zudem die Erfassung des QR-Codes wichtig, da dieser für die Abrechnung mit Bund und Freistaat erforderlich ist.
Der Vordereinstieg ist also die Regel. Ausnahmen gelten z.B. bei hohem Fahrgastaufkommen in der Hauptverkehrszeit, bei Starkregen an der Haltestelle oder auch bei drohenden Verspätungen. Ebenfalls bei Fahrgästen mit Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühlen.
Ein klar geregelter Fahrgastwechsel (Einstieg vorne und Ausstieg hinten) verbessert den Fahrgastfluss, verkürzt die Standzeiten an den Haltestellen und trägt somit zur besseren Pünktlichkeit bei. Darüber hinaus hilft die direkte Kontrolle im Bus, die Zahl unberechtigter Fahrten zu reduzieren.
Wer ohne Fahrschein im Bus erwischt wird, muss mit einem erhöhten Beförderungsentgelt von 60 Euro rechnen, in bestimmten Fällen können zusätzliche Kosten oder gar ein Strafverfahren folgen. Einnahmeausfälle durch unberechtigte Fahrten verschärfen das Defizit im ÖPNV – und müssen letztlich durch zahlende Fahrgäste und auf Kosten der Steuerzahler ausgeglichen werden.
Der VGI rät den Fahrgästen zum Erwerb der Fahrscheine schon vor Fahrtantritt, insbesondere im günstigeren Vorverkauf über die VGI-App, an den Verkaufsautomaten oder in den Vorverkaufsstellen sowie im VGI-Kundencenter in der Mauthstraße.
Beim Fahrerverkauf im Bus wird der bargeldlose Erwerb durch EC-/Kreditkarte oder durch Apple-Pay und Google-Pay empfohlen: Dies spart Zeit und vermeidet Bargeldtransaktionen.
*Bildunterschrift: Kontrolleure verteilen Dankeschön-Herzen an Fahrgäste mit gültigem Fahrschein. © Michael Stadik / VGI
Quelle: Pressemitteilung / Stadt Ingolstadt / VGI
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