(ka) Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ingolstadt wurde 2024 erneut ein Studentenprojekt umgesetzt, diesmal zum Thema Inklusion.

Eine große Befragung zeigte deutlich: Fast alle Befragten sind überzeugt, dass Kinder davon profitieren, wenn sie selbstverständlich miteinander aufwachsen. Doch noch immer leben viele Familien, insbesondere mit kranken oder behinderten Kindern, isoliert und ohne echte Teilhabe. Oft fehlt es im Alltag häufig an Gelegenheiten, sich tatsächlich zu begegnen.

Genau hier setzt der Familienstützpunkt Ankerplatz an.

Denn dort bringen wir Familien frühzeitig miteinander in Kontakt – gesunde, ebenso wie nicht gesunde Kinder mit und auch ohne Behinderung. Nicht, weil wir die Einzigen wären, die Inklusion fördern möchten – im Gegenteil: Wir würden uns freuen, wenn es uns gar nicht bräuchte. Aber Inklusion ist leider auch kein „Selbstläufer“. Dank der Förderung durch das ZBFS und die Stadt Ingolstadt stehen derzeit zehn Facharbeitsstunden pro Woche zur Verfügung, um gezielt inklusive Angebote zu gestalten.

So freuen wir uns umso mehr, dass wir mit Maria Lindau eine engagierte, herzliche und allen Menschen zugewandte Fachkraft gefunden haben, die sich des Themas angenommen und unserem Familienstützpunkt eine ganz eigene Identität verliehen hat. Ihr Engagement geht weit über das hinaus, was die Förderung im Hintergrund abdeckt. „Wir wünschen uns eine Gesellschaft, in der Inklusion kein Extra ist, sondern Normalität“, sagt Fachkraft Maria Lindau, die den Familienstützpunkt mit viel Herzblut leitet. Uns ist darüber hinaus sehr wichtig, dass „Begegnung“ nicht erst mit der Fremdbetreuung beginnt – also im Kindergarten oder in der Schule. Denn bis dahin ist meist schon vieles in der Entwicklung des jeweiligen Kindes passiert.

Mit unserem Familienstützpunkt in Ingolstadt haben wir uns zum Ziel gesetzt, Barrieren abzubauen, Familien in dieser Situation zu stärken und Räume zu schaffen, in denen Kinder und Eltern sich willkommen fühlen – unabhängig von ihren Voraussetzungen. Inklusion ist nämlich kein Zustand, sondern ein Weg. Dementsprechend entwickeln wir unser Angebot auch regelmäßig weiter. Diese reichen von Workshops und offenen Treffen über Eltern-Kind-Gruppen bis hin zu Informationsveranstaltungen. Dabei geht es nicht nur um Begegnung, sondern auch um Prävention: Krankheit oder Behinderung sind noch immer Hauptrisiken für Exklusion und Armut.

Ein krankes Kind verändert das gesamte Familienleben – emotional, organisatorisch und auch finanziell. Ob im Hinblick auf die Erwerbssituation der Eltern, wie auch auf die finanziellen Belastungen durch Therapien, Heil- und Hilfsmittel, Medikamente oder ergänzende Angebote, die auf die betroffene Familie zukommen und nicht von der Krankenkasse übernommen werden, aber trotzdem hilfreich sind.

Wir als ELISA sind stets offen für neue Impulse und Ideen. So freuen wir uns über alle, über jede Kursleiterin, ehrenamtliche Unterstützer oder Honorarkräfte gleichermaßen, die mit ihrem Engagement und ihrer Überzeugung, dass jedes Kind dazugehört, den Weg mit uns gehen. Damit wir weiterhin gemeinsam Ingolstadt und die Region ein Stück inklusiver gestalten können.

Quelle – Pressemitteilung – ELISA Familiennachsorge – Nina Foerster / Foto 

 

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