(ka) Im Jahr 2025 wurden im Freistaat laut dem Landesamt für Statistik insgesamt 54.149 Wohnungen genehmigt, was einem Anstieg von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dennoch liegt der Wohnungsbau weiterhin deutlich hinter dem früheren Niveau; 2021 wurden noch 80.344 Wohnungen genehmigt. Eine spürbare Entspannung auf dem Wohnungsmarkt ist somit nicht in Sicht.

Die Entwicklung wird hauptsächlich von Einfamilienhäusern vorangetrieben, mit 11.665 genehmigten Einheiten, was 1.880 mehr als im Jahr 2024 ist. Auch die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser ist gestiegen: Hier gab es 26.824 Genehmigungen, das ist ein Anstieg um 835.

Wohnheime verzeichnen ebenfalls einen Zuwachs, mit 2.756 Wohnungen, was einem Anstieg von 568 entspricht. Im Gegensatz dazu verlieren Zweifamilienhäuser weiter an Bedeutung, ihre Genehmigungen sanken um 288 auf 3.052.

Bei Umbauten und Nichtwohngebäuden ist ein Rückgang zu verzeichnen: 8.637 Wohnungen entstanden durch Baumaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden, was 91 weniger als im Vorjahr ist. Auch bei den Umbauten von Nichtwohngebäuden wurden nur 1.215 neue Wohnungen genehmigt, 328 weniger als 2024.

Trotz der steigenden Zahlen bleibt die Situation auf dem Wohnungsmarkt angespannt. Der Direktor des Verbands bayerischer Wohnungsbauunternehmen beschreibt die erhöhten Genehmigungszahlen als vorsichtiges Signal: „Die steigenden Genehmigungszahlen sind ein erstes Lebenszeichen des Wohnungsbaus, mehr noch nicht.“ Eine tatsächliche Entspannung sei weiterhin nicht in Sicht, und es sei entscheidend, dass genehmigte Projekte auch tatsächlich umgesetzt werden, insbesondere wenn es um bezahlbaren Wohnraum in den Städten geht. Dafür müsse der Abbau von Kostenfaktoren im Bau konsequent vorangetrieben werden.

Ein bemerkenswerter Trend zeigt sich zwischen Stadt und Land. In den fünf größten bayerischen Städten ist die Zahl der Genehmigungen um 5,3 Prozent auf 13.582 Wohnungen gesunken, während sie in den Landkreisen um 7,7 Prozent auf 36.713 gestiegen ist.

Auch regional gibt es signifikante Unterschiede. Im Süden Bayerns gehen die Genehmigungen zurück; in Oberbayern um 9,4 Prozent auf 20.462 Wohnungen und in Schwaben sogar um 9,9 Prozent auf 7.940. Im Gegensatz dazu zeigt der Norden und Osten des Freistaats eine positive Entwicklung: In Mittelfranken gab es einen Anstieg um 42 Prozent auf 8.045 Wohnungen, in Niederbayern um 26,8 Prozent auf 6.319, in Unterfranken um 23,8 Prozent auf 3.791 und in der Oberpfalz um 23,4 Prozent auf 4.954. Auch Oberfranken verzeichnet einen moderaten Anstieg von 19,1 Prozent auf 2.638 genehmigte Wohnungen.

Quelle: Pressemitteilung/Bayerisches Landesamt für Statistik, Dienststelle Fürth/TVA Ostbayern/Bild von René Schué auf Pixabay

 

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