(ka) In den vergangenen Wochen hat das Klinikum Ingolstadt wichtige Fortschritte in der Behandlung und Diagnostik von Lungenkrebserkrankungen erzielt: Erstmals wurde ein bispezifischer Antikörper bei einem Patienten mit kleinzelligem Lungenkarzinom im Rezidiv erfolgreich angewendet.

„Damit gehört das Klinikum Ingolstadt zu den wenigen Zentren, die diese innovative Therapieform für kleinzellige Lungenkarzinome bereits in der klinischen Versorgung einsetzen“, erklärt Prof. Dr. Lars Henning Schmidt, Direktor der Klinik für Pneumologie, Beatmungsmedizin und Thorakale Onkologie. Zum ersten Mal wurde ein bispezifischer Antikörper bei einem Patienten mit einem erneut aufgetretenen kleinzelligen Lungenkarzinom eingesetzt. Dadurch wird gezielt das Immunsystem aktiviert und es ergeben sich neue therapeutische Perspektiven für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen. „Die Erstgabe markiert einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung moderner, personalisierter Krebstherapien am Klinikum Ingolstadt“, so Prof. Schmidt.

Der erfolgreiche Einsatz dieser innovativen Therapie ist das Ergebnis einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit. Neben den behandelnden Ärztinnen und Ärzten waren Mitarbeitende aus Apotheke, Pflege, Controlling sowie der Rechtsabteilung an der Vorbereitung und Umsetzung beteiligt und schufen gemeinsam die organisatorischen, rechtlichen und medizinischen Voraussetzungen.

Neben therapeutischen Innovationen baut das Klinikum Ingolstadt auch die frühzeitige und präzise Diagnostik von Lungenerkrankungen weiter aus. In Kürze wird ein neues Gerät zur navigationsgestützten bronchoskopischen Rundherdabklärung in Betrieb genommen, das eine noch genauere und zugleich schonende Abklärung unklarer Lungenrundherde ermöglicht. Ziel ist es, verdächtige Veränderungen frühzeitig zu erkennen und eine schnelle, zielgerichtete Therapie einzuleiten.

Diese Entwicklungen bilden zugleich wichtige Eckpfeiler für die Themen Aufklärung, Prävention und fachlichen Austausch, denen am Klinikum Ingolstadt eine hohe Bedeutung zukommt. Passend dazu widmen sich gleich zwei kommende Veranstaltungen dem Thema Lunge und Lungenkrebs: Der Lungentag am 18. Februar 2026 mit dem Schwerpunkt Rundherd-Abklärung sowie der Lungentumor-Tag am 22. April 2026, der die thorakale Onkologie in den Fokus stellt.

*Bildunterschrift: Großer Fortschritt am Klinikum Ingolstadt: Die Klinik für Pneumologie, Beatmungsmedizin und Thorakale Onkologie setzte erstmals einen bispezifischen Antikörper ein. Direktor Prof. Dr. Lars Henning Schmidt (rechts), hier bei einer Bronchoskopie, sieht dies als „wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung moderner Krebstherapien am Klinikum“. (Foto: Photo Studio Büttner, www.photo-buettner.de)

Quelle: Pressemitteilung/Presseportal.de/Klinikum Ingolstadt-Kevin Reichelt

 

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