(ka) Ab 1. Januar 2029 wird der Phosphor aus dem Klärschlamm, welcher in der Zentralkläranlage (ZKA) anfällt, zurückgewonnen. Die Kläranlage hat alle Weichen für die stoffliche Verwertung gestellt und den Auftrag dafür im August vergeben.

Die gesetzlichen Anforderungen aus der Klärschlammverordnung werden damit für die Stadt Ingolstadt und den Abwasserzweckverband Nord fristgerecht erfüllt werden. So ist die Zentralkläranlage ab 2029 verpflichtet, den im Klärschlamm enthaltenen Phosphor für den Kreislauf zurückzugewinnen. Der aktuelle Entsorgungsweg über die rein thermische Mitverbrennung in der Müllverwertungsanlage ist dann rechtlich nicht mehr zulässig.

Der Phosphor aus dem Ingolstädter Klärschlamm wird ab 2029 in pflanzenverfügbares Düngergranulat überführt. Dazu wird der Klärschlamm zuerst thermisch verwertet und danach der Phosphor aus der Klärschlammasche mittels Säureaufschluss zurückgewonnen. Der Dünger wird in der Landwirtschaft für die Nahrungs- und Futtermittelherstellung eingesetzt. Sowohl die thermische Verwertung als auch die Phosphorrückgewinnung finden zukünftig in Sachsen-Anhalt statt. Im mitteldeutschen Chemiedreieck sind beide Anlagen nah beieinander.

Bereits im November 2023 leitete die ZKA die Vergabe für die benötigte Leistung ein. Oberste Ziele waren dabei die rechtssichere Verwertung, die Entsorgungssicherheit und natürlich die Phosphorrückgewinnung. Als Rahmenbedingung legte die Kläranlage die Klärschlammmengen unter Einbeziehung der prognostizierten Einwohnerentwicklung fest. Zum anderen sollen notwendige Transporte nur von Montag bis Freitag stattfinden. Bei der Bewertung der eingegangenen Angebote flossen auch Kriterien ein, die die Kläranlage mit Unterstützung engagierter Bürgerinnen und Bürger der Mailinger Interessengemeinschaft formuliert hat. Nach Beschluss durch den Verband im Juli 2025 wurde die Vergabe im September mit Veröffentlichung offiziell abgeschlossen.

Der neue, gesetzlich geforderte stoffliche Verwertungsweg wird hauptsächlich über die Schmutzwassergebühr finanziert werden. Eine 4-köpfige Musterfamilie aus Ingolstadt wird für die Phosphorrückgewinnung aus dem Klärschlamm nach aktuellem Stand im Jahr 6,40 Euro zusätzlich zahlen müssen.

Quelle – Pressemitteilung – Stadt Ingolstadt / Foto: Zentralkläranlage in Mailing (Foto: Stadt Ingolstadt)

 

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