
(ka) Die Wirtschaft einer Stadt zeigt sich auch daran, wie viele Menschen täglich pendeln. In Ingolstadt sind es rund 61.500, die jeden Tag die Stadtgrenzen überqueren, um hier zu arbeiten. Der Spitzenwert lag 2018 bei mehr als 65.000; seitdem ist die Zahl kontinuierlich gesunken.
Gleichzeitig pendeln immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Ingolstadt aus. 2018 waren es noch gut 20.000, 2025 schon mehr als 25.000, die morgens die Stadt verlassen, um anderswo zu arbeiten. Insgesamt bleibt der Pendlersaldo positiv: Die Einpendler überwiegen deutlich.
Enge Verflechtungen in der Region 10
Die engsten Verbindungen bestehen zwischen Ingolstadt und den Nachbarlandkreisen. Rund 70 Prozent der Einpendler kommen aus Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm – vor allem aus Gaimersheim, Manching, Kösching, Neuburg an der Donau und Großmehring. Diese Orte bilden das wichtigste Einzugsgebiet für den Ingolstädter Arbeitsmarkt.
Auf der Auswärtsseite pendeln aber nur gut die Hälfte der Ingolstädter in die Region 10. Etwa 54 Prozent der Auspendler arbeiten in den umliegenden Landkreisen, häufig in Manching, Neuburg an der Donau, Kösching und Gaimersheim. Ein weiterer wichtiger Zielort ist Vohburg.
Neben der Region 10 gibt es auch über Bayern hinaus enge Arbeitsmarktverbindungen durch die zentrale Lage. Die Hauptströme gehen nach München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg. München zieht die meisten Pendler an, Augsburg spielt eine geringere Rolle. In Ingolstadt arbeiten etwa 3.600 Menschen aus München, rund 900 im Landkreis München. Vom Gegenuhrzeigersinn kommen gut 1.700 Beschäftigte aus München in die Stadt, weitere 350 aus dem Landkreis München.
Im Zeitraum 2015 bis 2025 wuchs die Zahl der Einwohner in Ingolstadt deutlich um rund 11.700 Personen bzw. 8,8 Prozent. Besonders stark zog die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 65 Jahren zu: Von 90.840 im Jahr 2015 auf knapp 96.700 im Jahr 2025 – ein Zuwachs von rund 6,4 Prozent.
*Bildunterschrift: Die meisten Pendler benutzen das Auto (Foto © Ulli Roessle / Stadt Ingolstadt)
Quelle: Pressemitteilung / Stadt Ingolstadt
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