(ka) Mit dem Beginn der Paarungszeit der Marder im Frühjahr steigt das Risiko von Schäden an Fahrzeugen deutlich an.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) meldet für das Jahr 2024 bundesweit über 250.000 registrierte Marderschäden; dies entspricht einem Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich die Schadenssumme um 22 Prozent auf 157 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der ADAC Südbayern regelmäßige Kontrollen im Motorraum sowie frühzeitige Schutzmaßnahmen.

Zu den effektivsten Abwehrmethoden gegen Marder zählen Ultraschallgeräte. Diese senden wechselnde Frequenzen aus, die Tiere fernhalten sollen. Der Einbau ist meist unkompliziert. Einige Modelle ergänzen den Ultraschall durch Blitz- oder LED-Lichtsignale, was den Abschreckungseffekt verstärken kann. Der ADAC Südbayern rät speziell zu Geräten mit eigener Batterieversorgung, da bei neueren Fahrzeugen sonst Störungen der Bordelektronik möglich sind. Zusätzlich bieten Motorraum-Abschottungen einen Schutz, indem sie den Zugang zu empfindlichen Bauteilen verhindern.

Als wenig zuverlässig gelten laut ADAC Südbayern viele sogenannte Hausmittel, etwa Hundehaare, WC-Steine, Abwehrsprays oder Mottenkugeln. Ihre Wirksamkeit ist begrenzt, da beispielsweise Regen die Duftstoffe schnell entfernen kann. Zudem gewöhnen sich Marder rasch an unangenehme Gerüche, sodass diese keinen dauerhaften Schutz bieten.

Die Ursache für den Marderverbiss liegt im Revierverhalten der Tiere. Sie markieren ihre Bereiche und reagieren aggressiv, wenn rivalisierende Duftmarken im Motorraum festgestellt werden. Dabei beißen sie bevorzugt in gummielastige Teile wie Schläuche, Zündkabel, Stromleitungen und Isolationsmaterial. Die Schäden können von einem unruhigen Motorlauf bis hin zu schwerwiegenden Motorschäden reichen. Unentdeckte Beschädigungen führen oft zu Fehlfunktionen und aufwendigen Reparaturen.

Nach einem Befall empfiehlt der ADAC Südbayern, einen Fachmann zu konsultieren, der den Motorraum inspiziert und eine Motorwäsche durchführt. Diese Maßnahme soll alle geruchsintensiven Rückstände entfernen, die Marder anlocken und ihre Beißreaktionen auslösen können.

*Bildunterschrift: Besonders aktiv sind Marder im Frühjahr. Wer vorsorgt, kann laut ADAC Südbayern sein Fahrzeug schützen und hohe Reparaturkosten vermeiden. ( Foto: ADAC/Beate Blank) 

Quelle: Pressemitteilung / ADAC – Südbayern, Yvonne Halfar

 

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