(ka) Rauch in einer Lagerhalle, zwölf vermisste Personen und ein Feuer, das auf ein benachbartes Gebäude überzugreifen droht: Die Einsatzkräfte standen vor einer anspruchsvollen Übung zwischen Gerolfing und Dünzlau. Rund 120 Einsatzkräfte trainierten Menschenrettung, Brandbekämpfung und das Zusammenspiel verschiedener Feuerwehren und Organisationen unter realitätsnahen Bedingungen.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die Lagerhalle in Brand. Die Flammen drohten auf die Nachbarhalle überzugehen. Insgesamt mussten zwölf Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Dazu kamen Übungspuppen und Jugendfeuerwehrler aus Gerolfing zum Einsatz. Mehrere Personen waren zusätzlich eingeklemmt, sodass neben der Menschenrettung auch technische Rettungsmaßnahmen nötig waren. Atemschutztrupps durchsuchten die betroffenen Bereiche und brachten die Personen ins Freie.

Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung zwischen Dünzlau und Gerolfing dar. Die benötigte Wassermenge stand nicht unmittelbar an der Einsatzstelle bereit, daher musste eine lange Schlauchleitung von der etwas weiter entfernten Schutter verlegt werden.

Auch moderne Technik kam zum Einsatz: Das THW Ingolstadt stellte mit einer Drohne fortlaufend Luftbilder der Einsatzstelle bereit. Wärmebildkameras lieferten zusätzlich Informationen aus der Luft. Die Aufnahmen wurden direkt in die Einsatzleitung übertragen und unterstützten Lagebeurteilung sowie taktische Entscheidungen vor Ort.

Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) übernahm die Lagedokumentation und unterstützte die Einsatzleitung bei Führungsaufgaben.

An der Übung beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren Gerolfing, Dünzlau, Stützpunkt West, Friedrichshofen, Haunstadt, Haunwöhr, Hundszell, Etting, Ringsee und Stadtmitte sowie die Berufsfeuerwehr Ingolstadt mit dienstfreien Kräften. Ergänzt wurde das Geschehen durch ein Team aus Übungsbeobachtern und Mitarbeiter des Fachbereichs Ausbildung der Berufsfeuerwehr. Sie begleiteten den Ablauf und unterstützten die anschließende Auswertung, um Erkenntnisse für die weitere Ausbildung zu gewinnen.

Zum Abschluss dankte der Leitende Branddirektor Josef Huber allen beteiligten Einsatzkräften und Übungshelfern für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank ging an den Eigentümer des landwirtschaftlichen Anwesens, der Hof und Haus für dieses realitätsnahe Übungsszenario zur Verfügung gestellt hatte. Auch er bedankte sich in der Abschlussrunde ausdrücklich für die Durchführung der Übung auf seinem Anwesen.

*Bildunterschrift: Feuerwehrübung zwischen Gerolfing und Dünzlau: Einsatzkräfte trainierten Menschenrettung, Brandbekämpfung und das Zusammenspiel verschiedener Feuerwehren. (Foto: Thomas Schimmer / Stadt Ingolstadt)

Quelle: Pressemitteilung / Stadt Ingolstadt

 

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