
(ka) Angesichts der zunehmenden Trockenperioden durch den Klimawandel steht die Landwirtschaft vor erheblichen Herausforderungen. Der Bewässerungsverband Hallertau reagiert darauf mit dem Aufbau einer nachhaltigen Bewässerungsinfrastruktur. Das bayerische Umweltministerium fördert dieses umfangreiche Projekt, das mehrere Landkreise und Regierungsbezirke umfasst, auch finanziell. Umweltminister Thorsten Glauber überreichte heute in Wolnzach einen entsprechenden Förderbescheid.
Er erklärte: „Das Bewässerungsprojekt Hallertau ist ein Zukunftsprojekt mit weitreichender Signalwirkung über Bayern hinaus. Das Konzept ist einfach und genial: Wasser speichern, wenn es verfügbar ist, und nutzen, wenn es benötigt wird. Dank moderner Technik wird nur die nötige Menge Wasser verwendet – das kommt Bauern, der Umwelt und dem Wasserschutz zugute. Wasserschutz und eine zuverlässige Wasserversorgung haben in Bayern höchste Priorität. Dafür haben wir mit unserer Gesamtstrategie ‚Wasserzukunft Bayern 2050‘, der neuen RZWas 2025 und dem geplanten Wassercent die Weichen gestellt.“
Das Konzept des Bewässerungsverbands Hallertau basiert auf Ergebnissen von vier Bewässerungskonzepten, die verschiedene Bereiche der Hallertau abdecken. Diese Konzepte wurden ebenfalls durch die RZWas gefördert und zeigen, wie die Bewässerungswasserversorgung unabhängig vom Grundwasser gewährleistet werden kann. Bei hohen Wasserabflüssen wird Wasser aus Donau und Isar entnommen und zwischengespeichert, um in Trockenzeiten den Hopfen zu bewässern.
Auch andere Sonderkulturen wie Spargel und Erdbeeren werden von dieser Regelung profitieren. Insgesamt ergibt sich eine bewässerte Fläche von etwa 17.000 bis 19.000 Hektar. Die geplanten Kosten für das Projekt belaufen sich auf bis zu 19 Millionen Euro, wovon das Umweltministerium 9,5 Millionen Euro zur Planung beiträgt.
Quelle – Pressemitteilung – Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz – Veronika Seitz / Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay
WERBUNG

