
(ka) Im Rahmen der beliebten Reihe Art & Beat eröffnen Oberbürgermeister Michael Kern und der Vorstand von Neue Sicht e. V. am Samstag, 10. Oktober, um 20 Uhr das neue Ingolstädter Kreativzentrum ELFI – Creative Space in der Donaustraße 11.
ELFI bietet auf etwa 460 Quadratmetern Platz für bis zu 25 Co-Working-Plätze. Neunundneunzehn davon sind schon vermietet – an zwölf Unternehmen, Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie Vereine aus Musikwirtschaft, darstellenden Künsten, Designwirtschaft und Werbemarkt. Dazu kommen eine circa 100 Quadratmeter große Pop-up-Fläche und ein 70 Quadratmeter großer Multifunktionsraum für Workshops, Seminare und Veranstaltungen. Betrieben wird das ELFI vom Verein Neue Sicht e. V. im Auftrag der IFG Ingolstadt.
Der Hintergrund: Ein Stadtratsbeschluss aus 2021 griff eine zentrale Empfehlung aus dem Innenstadtprozess START:ING auf. Ab März 2024 testete das damalige Wirtschaftsreferat das Konzept mit einem temporären ELFI in der Donaustraße 3 ½. Die Nachfrage war deutlich stärker als das Angebot – der Bedarf nach einem dauerhaften Standort war offensichtlich. Heute führt die IFG Ingolstadt das Projekt im Rahmen der Wirtschaftsförderung fort.
Der Name ELFI verweist auf den Architekten Josef Elfinger. Und ja, bei der Namensgebung gab es auch einen ironischen Seitenblick auf Hamburgs Elphi. Elfinger errichtete das Gebäude Anfang der 1950er-Jahre gemeinsam mit seinem Lehrmeister Franz Xaver Proebst als Verlagshaus des Donaukuriers. Es zählt zu den ersten modernen Bauwerken der Nachkriegszeit in Ingolstadt. Wo früher Zeitung produziert wurde, arbeiten heute Kreative. In die Stockwerke darüber sind die Ämter des Kultur- und Bildungsrathauses der Stadt eingezogen.
Die Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Laut dem aktuellen Monitoringbericht des Bundes erzielte sie 2023 in Deutschland einen Umsatz von rund 205 Milliarden Euro und eine Bruttowertschöpfung von ca. 123 Milliarden Euro. Rund zwei Millionen Menschen arbeiten in der Branche. Auch in Ingolstadt spielt sie eine bedeutende Rolle: 2023 lag der Umsatz bei rund 503 Millionen Euro, es zählte 4.144 Erwerbstätige, davon 3.878 sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Beim Anteil am Gesamtvolumen liegt Ingolstadt über dem Bundesdurchschnitt: 2,4 Prozent des Umsatzes (Bund: 2,2 Prozent) und 3,7 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (Bund: 3,1 Prozent). Das geht aus einer Auswertung des Büros für Kulturwirtschaftsforschung (Michael Söndermann, Köln) hervor.
„Mit dem ELFI geben wir der Kreativwirtschaft einen festen Standort mitten in Ingolstadt und bringen zugleich neues Leben in die Innenstadt. Wir schaffen professionelle Infrastruktur, in der sich Selbstständige, Freiberuflerinnen und Unternehmen der Kreativwirtschaft ansiedeln und entwickeln können. So stärken wir gezielt eine Wachstumsbranche und tragen aktiv zur Diversifizierung unserer Wirtschaftsstruktur bei“, sagt Georg Rosenfeld, Vorstand der IFG Ingolstadt.
*Bildunterschrift: Das ELFI befindet sich im Erdgeschoss des Kultur- und Bildungsrathauses. (Foto: Sabrina Wobker / Stadt Ingolstadt)
Quelle: Pressemitteilung / Stadt Ingolstadt

