(ka) Welche Ausbildung passt zu den eigenen Interessen und Stärken? Welche Berufe gibt es direkt vor der Haustür – und was erwartet Jugendliche im Arbeitsalltag? Antworten darauf gab es am vergangenen Samstag bei der sechsten „Ausbildungskompass – Die Messe“ in Geisenfeld.

Neunzig Unternehmen und Institutionen stellten ihre Ausbildungsangebote vor und informierten über etwa 120 verschiedene Ausbildungsberufe. Rund 2000 Schülerinnen und Schüler, Eltern und andere Ausbildungsinteressierte nutzten die Gelegenheit, sich in der Region zu orientieren und direkt ins Gespräch mit den Firmen zu kommen.

Organisiert wurde die Messe vom Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS). Von Industrie und Handwerk über Handel und Dienstleistung bis zu öffentlichen Arbeitgebern – eine breite Bandbreite war vertreten. Personalverantwortliche standen Rede und Antwort, aber auch Auszubildende berichteten aus erster Hand vom Berufsalltag. Ergänzt wurde das Angebot durch Hinweise zu dualen Studiengängen, Praktika und weiteren Einstiegsmöglichkeiten.

Zur Eröffnung begrüßten KUS-Vorstand Johannes Hofner, Landrat Albert Gürtner, Bundestagsabgeordneter Christian Moser und Paul Weber, Bürgermeister der Stadt Geisenfeld, die Gäste und Aussteller. Die Bedeutung beruflicher Ausbildung für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Pfaffenhofen stand im Mittelpunkt. Angesichts des wachsenden Fachkräftebedarfs sei es wichtig, junge Menschen frühzeitig für die Möglichkeiten in der Region zu begeistern und direkten Kontakt zu Unternehmen zu ermöglichen.

„Berufsorientierung klappt am besten, wenn Jugendliche verschiedene Berufe selbst entdecken und direkt mit denen sprechen können, die sie täglich ausüben“, betonte Hofner. „Genau dafür gibt es hier einen einfachen Zugang: Jugendliche stellen Fragen, lernen Unternehmen kennen und gehen vielleicht den ersten Schritt in Richtung Praktikum oder Ausbildungsplatz.“

Auch Landrat Gürtner hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor: „Eine starke Wirtschaft braucht gut ausgebildete Fachkräfte – und deshalb zeigen wir jungen Menschen attraktive Perspektiven direkt vor Ort. Die Ausbildungsmesse verbindet Schülerinnen und Schüler mit Unternehmen und macht die Vielfalt der Möglichkeiten in unserem Landkreis sichtbar. Es freut mich, wenn aus ersten Gesprächen Praktika, Ausbildungsplätze und langfristige Perspektiven entstehen.“

Bundestagsabgeordneter Moser betonte die Wichtigkeit der dualen Ausbildung und sprach die Notwendigkeit besserer Finanzierung für berufliche Bildung an.

Der persönliche Austausch stand erneut im Mittelpunkt. Bereits vor der Messe wurden 83 Gesprächstermine mit teilnehmenden Unternehmen vereinbart, dazu kamen viele spontane Kontakte an den Ständen. Diese persönliche Begegnung mache die Ausbildungsmesse zu einer sinnvollen Ergänzung zur klassischen Berufsorientierung, so das KUS. Jugendliche konnten konkret zu Ausbildungsinhalten, Bewerbungsverfahren und Perspektiven nachfragen und sich ein authentisches Bild von den Firmen machen.

Für Eltern bot die Messe eine wichtige Orientierung: Neben eigenen Interessen spielen Karrierechancen, Weiterbildungsmöglichkeiten und die konkreten Anforderungen unterschiedlicher Berufe eine Rolle. Die Vielfältigkeit der Teilnehmer zeigte deutlich, wie individuell Wege in die Arbeitswelt sein können.

Besonders erwähnenswert: Wieder reiste ein Bus mit Schülerinnen und Schülern an, die gemeinsam nach Geisenfeld fuhren. So wurde die Veranstaltung erneut zu einer Plattform, die junge Menschen aus dem ganzen Landkreis mit regionalen Ausbildungsbetrieben zusammenbringt.

Das Feedback der Besucherinnen und Besucher fiel positiv aus. Eltern wie Jugendliche betonten, wie hilfreich die Messe ist, um einen guten Überblick über das Ausbildungsangebot im Landkreis zu bekommen.

Auch die Aussteller nutzten die Messe intensiv, um ihre Berufe vorzustellen, Kontakte zu knüpfen und potenzielle Nachwuchskräfte kennenzulernen.

Unterstützt wurde die Messe von der IHK München und Oberbayern, der Bundesagentur für Arbeit sowie von Sponsoren wie XERVON Instandhaltung GmbH, MEWA Textil-Service SE & Co. Deutschland OHG, velogy GmbH, WOLF Anlagen-Technik GmbH & Co. KG und Autohaus Michael Stiglmayr GmbH.

Mit der sechsten Auflage hat sich „Ausbildungskompass – Die Messe“ erneut als zentrale Plattform für Berufsorientierung und Ausbildung im Landkreis Pfaffenhofen etabliert. Sie ergänzt den jährlich erscheinenden Ausbildungskompass, der Jugendlichen bereits im Vorfeld einen Überblick über Betriebe, Berufe, Praktika und duale Studienmöglichkeiten in der Region bietet.

Weitere Informationen, Impressionen und der Ausbildungskompass finden sich online unter www.ausbildungskompass-messe.de.

*Bildunterschrift: Rund 2000 Besucherinnen und Besucher waren heuer bei der Ausbildungsmesse in Geisenfeld. (Foto: onelightproduction Simon Kahner)

Quelle: Pressemitteilung / Landratsamt Pfaffenhofen

 

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