(ka) Am gestrigen Dienstag (11. August 2026) , kam es an einem Bahnübergang in Manching zu einem Unfall zwischen einem Pkw und einem Personenzug. Der Pkw-Fahrer wurde leicht verletzt. 132 Zuginsassen blieben bisher unverletzt.

Gegen 14:10 Uhr fuhr ein 65-jähriger Pkw-Führer aus Baar-Ebenhausen die Niederfelder Straße in südlicher Richtung. Am Bahnübergang schloss die Halbschranke vollständig, doch der Wagen fuhr trotzdem in den Gleisbereich.

Zur gleichen Zeit näherte sich ein Personenzug der Agilis von Ingolstadt nach Regensburg. Der Zug transportierte rund 132 Passagiere und fuhr etwa mit 120 km/h. Trotz Notbremsung konnte eine Kollision mit dem Pkw nicht mehr verhindert werden.

Durch den Aufprall wurde der Pkw nach links geschleudert und auf der Beifahrerseite zum Liegen gebracht. Der Fahrer war im Fahrzeug eingeklemmt und musste mit schwerem Rettungsgerät durch die Feuerwehren befreit werden. Anschließend kam er mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum.

Der Zug kam etwa 400 Meter nach der Unfallstelle auf freier Strecke zum Stillstand. Die 132 Insassen wurden von der Feuerwehr aus dem Zug evakuiert und mit Bussen zum Bahnhof in Vohburg weitergebracht. Nach derzeitigen Erkenntnissen blieben alle Passagiere unverletzt.

Der Unfall verursachte Sachschaden im hohen fünfstelligen Bereich. Vorläufige Meldungen deuten darauf hin, dass die Halbschranken sowie die vier Signalleuchten des Bahnübergangs zum Unfallzeitpunkt in Betrieb waren. Hinweise auf eine technische Störung liegen nicht vor.

Die Bahnstrecke und die kreuzende Kreisstraße mussten während der Unfallaufnahme und Bergung vollständig gesperrt werden. Der Zug wurde anschließend von einem Werkstattzug abtransportiert, der Pkw von einem Abschleppunternehmen geborgen. Die Sperrung bestand rund 5,5 Stunden.

Gegen den Pkw-Fahrer läuft die Ermittlung wegen Gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr. Die Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt hat die Untersuchungen zum genauen Unfallhergang übernommen.

Quelle: VP Ingolstadt / Bild von Erich Westendarp auf Pixabay

 

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