(ka) Rund 80 Teilnehmende aus Wirtschaft, Kommunen, Wissenschaft und Politik informierten sich beim H₂-Anwendertag in Schweitenkirchen über aktuelle Wasserstoffanwendungen und erlebten die Technologie direkt vor Ort. Höhepunkt der vom Wasserstoffcluster HY10 der Region 10 organisierten Veranstaltung war die offizielle Eröffnung der neuen Wasserstofftankstelle. Mit Fachvorträgen, Praxisdemonstrationen und viel Zeit zum Austausch kamen Besucherinnen und Besucher aus unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft ins Gespräch. Organisiert vom Netzwerk „Wasserstoffcluster HY10 der Region 10“ stand die neue Tankstelle in Schweitenkirchen im Mittelpunkt. Durch die offizielle Eröffnung ging ein weiterer Meilenstein für den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur in der Region über die Bühne.

Im Grußwort betonte Georg Ott, Stellvertretender Landrat des Landkreises Pfaffenhofen, die Bedeutung des Projekts: „Heute geht es um mehr als eine Tankstelle. Es ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie Wandel bei Energie und Mobilität konkret wird. Klimafreundliche Technologien finden sich damit immer öfter nicht nur in Konzpten, sondern direkt in der Praxis.“ Im Rahmen des Fachprogramms wurden aktuelle Entwicklungen der Wasserstoffwirtschaft und Fördermöglichkeiten vorgestellt. Dabei wurde auch auf die aktuelle Förderung des Freistaats Bayern für die Anschaffung wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge hingewiesen; Anträge können noch bis zum 28. Oktober gestellt werden. Unternehmen, die Wasserstoff-Lkw einsetzen möchten, erhalten beim HY10-Cluster Informationen und Beratung zu Fördermöglichkeiten. Der Cluster unterstützt zudem bei der Vermittlung von Testfahrten mit Wasserstoff-Lkws.

Nach den Fachvorträgen konnten die Teilnehmenden die Anlage besichtigen. Führungen durch die Wasserstofftankstelle gaben Einblicke in die Technik vor Ort, den Elektrolyseur und den Betankungsvorgang. Auch eine Fahrt mit einem wasserstoffbetriebenen Lkw ließ sich erleben. Die Besonderheit des Standorts liegt im integrierten Konzept: Wasserstoff wird direkt vor Ort mittels Elektrolyse erzeugt, anschließend gespeichert und für die Betankung bereitgestellt. Dadurch entfallen Transportschritte, regionale Wertschöpfung wird gestärkt.

Dem Netzwerk Wasserstoffcluster liegt daran, Wasserstoff mehr als Theorie zu zeigen: konkrete Anwendungen sichtbar und erlebbar zu machen. Dafür braucht es den Austausch zwischen Unternehmen, Kommunen, Wissenschaft und weiteren Partnern. So entstehen aus Ideen echte Projekte. Ein Beispiel dafür, dass Region 10 heute schon praktisch an einer Wasserstoffwirtschaft arbeitet, ist die neue Tankstelle in Schweitenkirchen. Aus Fachwissen, Praxisdemonstrationen und Netzwerkaustausch ergibt sich erneut eine wichtige Plattform für die Wasserstoffwirtschaft in Region 10.

Quelle: Lkr. Eichstätt / Pressemitteilung – Manfred Schmidmeier / Foto: Najlaa Soniadis

 

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