
(ka) Die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Yasmin Fahimi, spricht sich dafür aus, die ermäßigte Mehrwertsteuer für bestimmte Produkte ganz abzuschaffen.
Sie meint, die Mehrwertsteuer von derzeit 7,0 % auf 0,0 % zu senken, wäre ein starkes Signal, besonders für Menschen mit geringem Einkommen, sagte sie dem Tagesspiegel. Statt die Einkommensteuer zu senken, könnte eine Absenkung der Mehrwertsteuer für Lebensmittel und Energie Menschen mit weniger Geld besser helfen.
Auf die Frage, wie man das finanzieren könnte, antwortete Fahimi, Deutschland könnte die Mehrwertsteuer auf Luxusartikel deutlich erhöhen, zum Beispiel auf sehr teure Uhren, Yachten, Schmuck oder Luxusautos. Das würde vor allem diejenigen treffen, die es sich leisten können. Insgesamt sollten sehr reiche Menschen und Milliardäre mehr zur Finanzierung beitragen, statt Arbeitnehmer oder Verbraucher zusätzlich zu belasten, so Fahimi.
Momentan gilt für die meisten Waren eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent, für einige Lebensmittel sind es 7,0 Prozent. Nach bisherigem Wissen hat die Bundesregierung im Zuge der Reformdebatte prüfen lassen, wie sich eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auswirken würde. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nicht ausgeschlossen, dass im Zusammenhang mit Entlastungen für Arbeitnehmer und Unternehmen die Steuern verändert werden könnten. Die schwarz-rote Koalition sucht nach Wegen, die finanzielle Entlastung bei Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen zu ermöglichen.
Quelle: Pressemitteilung / proplanta.de / Bild von Tumisu auf Pixabay
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