
(ka) Der Freistaat Bayern investiert nach wie vor beträchtliche Summen in unsere rund 11.000 Kindertagesstätten in Bayern. Trotzdem ist es für Sozialministerin Scharf keine ausgemachte Sache, dass die Kommunen deswegen die Elternbeiträge anheben.
Unsere bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) ist der Meinung, dass höhere Elternbeiträge in den Kindertagesstätten, auch bei knapper Kassenlage der Kommunen, nicht unbedingt sein müssen. Sie betont, dass die staatliche Förderung für Kitas stabil hoch bleibt; der Qualitätsbonus beispielsweise wird sogar noch merklich erhöht. Die Ministerin stellte in einem Interview mit der «Augsburger Allgemeinen» klar: «Massive Beitragserhöhungen sind nur schwer erklärbar.»
Wir sehen, dass der Bedarf an Kita-Plätzen generell weiterwächst, obwohl die Kinderzahlen in manchen ländlichen Gegenden etwas zurückgehen. Der Freistaat Bayern hat sich bewusst dazu entschlossen, direkte Zahlungen an die Eltern – wie zum Beispiel Krippengeld oder Elternstartgeld – nicht mehr zu leisten. Stattdessen fließen diese Mittel nun direkt in die Kitas, um das gesamte System zu stärken und zukunftsfähig zu machen.
«Aktuell kümmern wir uns in Bayern um rund 645.000 Kinder. Dafür sind mehr als 129.000 Fach- und Ergänzungskräfte in mittlerweile etwa 11.000 Kitas im Einsatz. Diese beeindruckenden Zahlen zeigen deutlich: Das System expandiert weiterhin massiv», so Scharf. Während in Städten wie München und anderen Ballungsräumen die Kita-Plätze dauerhaft Mangelware bleiben, sehen wir auf dem Land ein anderes Bild. Die Ministerin hob hervor: «In manchen ländlichen Regionen sehen wir dagegen schon heute sinkende Kinderzahlen. Darauf müssen wir reagieren und vorausschauend planen.»
Quelle: Pressemitteilung / DieBayern.de / Bild von Esi Grünhagen auf Pixabay

