
(ka) Audi plant ein zeitlich begrenztes, regionales Personal-Sharing-Modell, das Mitarbeitende in die Rüstungsindustrie vermittelt. Freiwillig können Beschäftigte befristet bei Partnerunternehmen in Bayern tätig werden. Aktuell stehen Unternehmen im Fokus, die in der Rüstung tätig sind, wie Diehl, Airbus, MBDA und KNDS. Die Berichterstattung über das Vorhaben erfolgte bereits über verschiedene Medienkanäle.
Nach Auskunft des Konzerns handelt es sich um eine befristete Form von Arbeitnehmerüberlassung, bei der die Mitarbeitenden weiterhin bei Audi angestellt bleiben. Ziel ist es, Beschäftigungsperspektiven zu erweitern, regionale Fachkräftebedarfe gezielt zu unterstützen und die industrielle Transformation aktiv mitzugestalten.
Großes Interesse zeichnet sich ab – das Angebot richtet sich zunächst an indirekte Tarifmitarbeitende in Ingolstadt. Als Zielgruppe gelten vor allem Ingenieurinnen und Ingenieure, Qualitätsingenieure, Projektmanager sowie Mitarbeitende der Werkstätten in technischer Entwicklung und Qualitätssicherung. Intern ist das Vorhaben bereits kommuniziert. Ende Oktober erhalten die Mitarbeitenden die Gelegenheit, direkt mit den beteiligten Unternehmen in Kontakt zu treten. Die Resonanz auf die geplanten Veranstaltungen ist deutlich spürbar.
Nach Angaben der IG Metall Bayern knüpft das Modell an einen Tarifvertrag aus dem April 2026 an. In manchen Betrieben herrscht aktuell geringe Auslastung, in anderen besteht Fachkräftemangel angesichts der Auftragssituation. Ein temporärer Wechsel zwischen Betrieben könne daher eine sinnvolle Lösung darstellen, sofern er freiwillig erfolgt. Wichtig sei, dass Beschäftigte, die zustimmen, die Entgelt- und Arbeitsbedingungen beibehalten, während deren Ablehnung keine Nachteile nach sich zieht.
Quelle: Pressemitteilung / DieBayern.de News / Bild von Jean Luc (Jarrick) auf Pixabay
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